Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 257

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 257)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3486266-3486271--1002-3487363
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

194 näheres weiter unten) bekannt. Ein Fragment dieses Midrasch ist von Schechter abgedruckt in J. Q. Review VI (1894) S. 656 —663. Dr. B. Königsberger hat den S. sutta zu edieren begönnen. — 3) Die Mechilta zu Deuteronomium, von der viele Stücke im Midrasch ha-gadol enthalten sind. Aus diesem habe ich abgedruckt: לקוטי מכילתא in der Jubelschrift zum 70. Geburtstag des R. Esriel Hildesheimer 1890 )זצ״ל) und לקוטי בתר לקוטי in Programm des Rabbiner-Sem. zu Berlin 1897. In jüngster Zeit hat S. Schechter Fragmente dieses Midrasch veröffentlicht in Jewish Quarterly Review 1904. Von der zur talmudischen Zeit und wahrscheinlich noch später vorhanden gewesenen Mechilta zu Lev. hat sich bis jetzt nichts gefunden. Vgl. hierüber EH 72 ff. und Bacher in Revue des Etudes Juives XXIX (1894) S. 79. 3. Von den zuletzt genannten drei tannaitischen Midraschim soll hier die Mechilta de-R. Simon b. Jochai einer besondern Betrachtung unterzogen worden 1). Es wurde längst bemerkt, dass Ramban in seinem Commentar zum Pentatench ausser unserer Mechilta zum Exodus noch eine andere Mechilta anführt unter dem Namen מכילתא דרשב״י, oder (wenn er vorher unsere Mechilta citiert hatte) מכילתא אהריתא דר״ש, מכילתא אחריתא דרשב״י, auch kurz מכילתא אחרת, vgl. Ramban zu Genesis 49,31; Exodus 14, 19; 20,8 21, 3; 22, 12 (zu Numeri 35,29 bezeichnet er sie als מכילתא schlechtweg, vgl. MS 126 Note ק). Man hatte dieses Buch für ein kabbalistisches Werk gehalten, vgl. noch bei Zunz, Gottesdienstliche Vorträge S. 405, Note e. Demgegenüber glaubten M. H. Landauer (Lit.-Bl. des Orients 1845 S. 182 ff.) und Perles (Frankels Monatsschr. 1858 S. 145 f.) diese Mechilta de-R. Simon b. J. sei identisch mit unserer Mechilta. Beide Ansichten sind falsch, wie bereits Friedmann in seiner Einleitung zur Mechilta nachwiesen hat. Letzterer nimmt an, dass die מכילתא דרשב״י identisch sei mit dem talmudischen ספרי דבי רב zu Exod. Dieser Hypothese habe ich in EH S. 45 f. mich ebenfalls angeschlossen und dieselbe insbesondere durch folgenden Beweis gestützt. Die von 0 Vgl. ״Mechilta de-Rabbi Simon b. jochai“,nach handschrift׳ liehen und gedruckten Quellen reconstruiert und mit erklärenden Anmerkun■־. gen und einer Einleitung versehen von Dr. D. H o f f m a n n , Frankfurt a. M. 1905• Dieses Buch wird im folgenden mit dem Sig. MS zitiert■

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.