Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 255)
- Language
- German
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Mentioned entities
- Amoraim 2× ep/1003430
- Rashi 1× ep/1002670
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J_92 (Berachot 11b) oder ״Torat Kohanim“ (Kidduschin 33 a) genannt wird und der sich im ganzen und grossen bis auf unsere Zeit in derselben Gestalt erhalten hat, wie ihn die x4.1ten besessen haben. Unter .,Sifr£“ oder ״Sifrß de-Be Rab“ aber verstand man in den babylonischen Lehrhäusern nicht blos einen tanna'itischen Midrasch zu Numeri und Deuterononium, wie wir ihn jetzt unter dem Namen ״Sifr£“ kennen, sondern auch einen solchen zu Exodus, da im Talmud (ebenso bei R. Scherira) mit (ספרי (דבי רב oder שאר ספרי דבי רב (B. batra 124b) der Midrasch zu den ״übrigen gesetzlichen Büchern der Thora“ (ausser Leviticus) bezeichnet wird (Raschbam das.). Der Name ״Mechilta“, unter welchem wir einen tannaitisch en Midrasch zu Exodus besitzen, bedeutet im baby- Ionischen Talmud nicht speciell ״Midrasch“, sondern ״eine geordnete Halachasammlung“ (vgl. Gittin 44 a, wo Raschi במכילתיך mit במשנה הסדורה לך erklärt). Zur Genesis scheint es keinen tannaitischen Midrasch gegeben zu haben, da dieses Buch nur wenige מצות enthält und die tannaitischen Midraschim vorzugsweise die Deduction der Halachot aus den Schriftworten bezweckten. — Der ספרי des Talmuds, der nach Sanhedrin 86 a von Rabbi Simon herrühren soll, hat sich nicht erhalten. Dass unsere Mechilta zu Exodus die מכילתא דר' ישמעאל genannt wird, nicht mit dem talmudischen Sifr£ identisch ist, braucht nicht erst bewiesen zu werden. Aber auch unser Sifr6 zu Numeri ist ein Midrasch aus der Schule R. Ismaels und nicht identisch mit dem talmudischen SifrA wie dies in meiner Schrift ״Zur Einleitung in die halachischen Midraschim“ S. 51 ff. U unwiderleglich bewiesen ist. Unser Sifr6 zu Deuteronomium ist zwar wahrscheinlich seiner Grundlage nach ein Midrasch des R. Simon, dennoch aber ist er kaum identisch mit dem Sifrö zu Deuteronomium, den die baby- Ionischen Amoräer hatten; vgl. hierüber EH S. 69 ff. 2. Ausser den ספרא und תנא דבי רב) ספרי דבי רב) haben den Amoräern noch andere tannaitische Midraschim Vorgelegen, die zwar nicht so allgemein gekannt waren, wie die מדישי דבי רב, aber dennoch von gewissen ״Tannaim“ auswendig gelernt und dann und wann im Lehrhause vorgetragen wurden (EH 14). Mit Namen werden noch folgende Diese Schrift sei im folgenden mit EH zitiert,