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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1905-01-01 · III. 1905 - 5666 (1905) · page 232

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
III. 1905 - 5666 (1905)
Date
1905-01-01
Page
– (sequence 232)
Language
German
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,,Von diesen zehn, die vor ilim sassen, waren sieben Rosche ,jKalla und drei Cliaberim. feie hiessen Rosche Kalla, weil ,,jeder von ihnen über zehn von den Sanhedrin, die Alufim ״hiessen, gesetzt war. Und so war ihr Brauch. Wenn einer ״von den Rosche Kalla starb und einen Sohn hinterliess, der ״seinen Platz ausfüllen konnte, kam dieser an seine Stelle, ״selbst wenn er noch jung war. Ebenso kam, wenn einer von ״den Chaberim starb, dessen Sohn, der seinen Platz ausfüllen ״konnte, an dessen Stelle, und niemand rückte auf. ״Wenn er aber nicht den Platz seines Vaters ausfüllte, da- ״gegen würdig war, in eine der sieben Reihen zu kommen, ״kam er dahin. Und wenn er nicht würdig war, bei ihnen zu ״sitzen, sass er bei den Bene Be Rab und den anderen Schülern, ״deren es gegen 400 gab. Von den siebzig Mitgliedern des ״Sanhedrin, die sieben Reihen bildeten, sass die erste Reihe, ״wie wir beschrieben haben, und hinter ihnen je zehn Mitglieder ״bis zu sieben Reihen; alle sassen dem Präsidenten zugewandt. Alle ״Schüler sassen hinter ihnen, von ihnen hatte keiner einen ״bestimmten Platz, von denen jedoch, die in den sieben Reihen ״sassen, hatte jeder seinen bestimmten Platz und niemand ging auf ״den des andern. Und wenn einer von den sieben Reihen ״einen anderen an Weisheit überragte, setzte man ihn nicht ״an dessen Stelle, weil er sie nicht von seinem Vater ererbt ״hatte, aber man fügte ihm wegen seiner Gelehrsamkeit zu ״dem Festgesetzten hinzu“. ״Wir haben hier diese ganze Stelle wiedergegeben, weil ״man auf ihr nach den verschiedensten Seiten hin himmelhohe ״Gebäude aufgeführt hat. So schreibt Grätz: ״Sie waren ״von einem Kollegium umgeben, welches eine Rangstufe höherer ״und niederer Mitglieder bildete“. ״Das Kollegium verlor all- ״mählich den Charakter eines Lehrkörpers und erhielt den eines ״beratenden und beschliessenden Parlaments“. ״Jetzt aber war ״der Präsident des Lehrhauses mehr für die Senatsmitglieder ״und für die Gesamtjudenheit als geistlicher Gesetzgeber ״und offizieller Vertreter des Judentums, als für den Jünger- ״kreis vorhanden“. Hieraus flössen dann andere grössere Irr- ״tümer (wie es noch im folgenden Abschnitte dargetan werden ״soll). Um die Hülle zu entfernen und das Dunkel zu liebten,

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