Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- III. 1905 - 5666 (1905)
- Date
- 1905-01-01
- Page
- – (sequence 228)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3486266-3486271--0973-3487334- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
165 ״dern bildeten nur Candidaten (Bene-Kijume) ־ Dieses eigen- ״tümlich organisierte und abgestufte Kollegium der beiden ״Hochschulen, verlor aber allmählich den Charakter eines Lehr- ״körpers und erhielt den eines beratenden und beschliessenden ״Parlaments. Zweimal im Jahre kam das Kollegium in herge- ״brachter Weise zusammen .... Aber die Haupttätigkeit ״der Sitzung war praktischen Zwecken zugewendet. Neue ״Gesetze und Verordnungen wurden beraten und zum Beschlüsse ״gebracht - In der Amoräerzeit, so lange der Talmud ״noch nicht abgeschlossen war, nahm das Schulhaupt auf die ״Jünger Rücksicht.Jetzt aber war der Präsident ״des Lehrhauses mehr für die Senatsmitglieder und die Ge- ״samtjudenheit als geistlicher Gesetzgeber und offizieller Ver- ״treter des Judentumes, als für den Jüngerkreis vorhanden.“ ״Alle diese Worte kann ein leichter Windstoss hinweg- ״heben; abgesehen davon, dass die ganze Darstellung an sich ״hinfällig ist, abgesehen davon, dass Grätz, wie wir darlegen ״werden, die Quelle missverstand oder nicht wissen wollte, ״was dort steht, das Ganze wird auch schon dadurch wider- ״legt, dass während der ganzen Geonimzeit keine wirklichen ״Verordnungen festgesetzt und erlassen wurden. Während ״der ganzen Geonimperiode von 4349 — 4798 (=589—1038) ״wurden nur zwei allgemeine Verordnungen erlassen, die eine "תקנת מורדת, die andere לגבות ממטלטלין• Wir werden darüber ״noch sprechen und zeigen, dass in ihnen nichts Neues lag, ״sondern dass nach den damaligen Verhältnissen die Entschei- ״düng dem Talmud entsprechend nicht anders getroffen werden ״konnte. ״Auch das ist noch zu berücksichtigen, dass bei jenen ״beiden Verordnungen sich das Schulhaupt von Sura mit dem ״von Pumbeditha zusammentat. So war es, wie wir es bereits ״in Abschnitt 4 dargetan haben, bei der תקנת מורדת, also noch ״am Anfang der Geonim-Epoche, und so war es auch, wie wir ״es noch darlegen werden, bei der תקנת מטלטלין. Deutlich ״ausgesprochen ist es bei Scherira Gaon da, wo er von den ״Gconim Suras spricht, in den Worten: ״Nach ihm Mar Rab ״ Bibe Halevi, der Sohn des Mar Raba aus Nehar Pekod, er ״war zusammen mit Mar Rab Huna Mar Halevi und mit Mar