Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 335)
- Language
- German
- Belongs to
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Hebräische Büchertitel• Eine literarische Causerie*) Von Professor Dr. A. Berliner in Berlin. Für den gegenwärtigen Vortrag, unter dem Titel: Eine literarische Causerie, meine lieben Freunde, mussich umsomehr Ihre Aufmerksamkeit mir erbitten, je weniger ich im stände sein werde, durch die äussere Form wie durch den inneren Gehalt dieses Vortrags Ihre Aufmerksamkeit zu fesseln oder dauernd zu erhalten. Immerhin wird, wenn auch nicht Ihre Wissbegierde, doch Ihre Neugierde angeregt und vielleicht auch befriedigt werden. Der Vortrag ist gewissermassen ein Unikum, insofern ich behaupten darf, dass das Thema, welches dieser Vortrag behandeln wird, bisher noch von niemandem in nähere Betrachtung genommen, am allerwenigsten zu einer schriftliehen Darstellung gebracht worden ist. Ich will nämlich über hebräische Büchertitel sprechen, die, wie in keiner anderen Literatur, eine Eigenart bilden, für welche wir kein System, doch oft das Motiv werden nach weisen können. Wenn ich hierbei das biblische und talmudische Altertum ausscheide, so geschieht dies nur, weil dieses Schrifttum nach seinen Einzelheiten eine ganz andere Behandlung erfordert, für die ich s. G. w. mir eine andere Gelegenheit bewahren möchte. In der älteren Zeit der nachtalmudischen Literatur findet man eigentlich noch keine Büchertitel, auch keinen Autornamen. So erscheinen die haggadischen Sammlungen mit der Benennung nach den ersten Anfangsworten, ähnlich wie die Bezeichnungen der fünf Bücher des Pentateuchs. Daher entstand auch der +) Unter dieser Bezeichnung wurde der Vortrag im seminaristischen Verein ״Dibuk Chawerim“ an einem Chanuka-Abend von mir gehalten. Diese Vorbemerkung mit Bezug auf Zeit und Ort wird den Ton erklären, den darin anzuschlagen ich mir gestattet habe.