Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 173)
- Language
- German
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/3486266-3486269--0506-3486866- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
169 ״Es wäre überflüssig noch mehr Beispiele anzuführen, denn ״die Sache tritt jedem ins Auge, der die talnmdischen Abhand־ ״lungen betrachtet. ״Eine ganz wunderbare Erscheinung, die uns lehrt, wie sehr ״die Metibtas in Babylonien und Palästina als eine einzige ״gelten, ist folgende: Es heisst im Jernschalmi Sabbath I, 8 ״in Bezug auf die Mischna: ב״ש איברי□ אץ ביביי! לעבי ם "לא טדענץ עבי ולא בגביהץ עליו אלא ביי יביגיע י^טקוס קרוב וב״ה כתירין" ״folgendermassen: איזהו בקדם קמב ייבא כיי דבי־ יבביאל כנין בן ״P הוברח לנהרדעא אוף הבא* Der Jeruschalmi erklärt nur deshalb ״nicht, wie weit das ist, weil die Stätten der Thora damals ״in Babylonien und Palästina ganz wie eine Stadt waren und ״bis ins Einzelne alles von hier dort und umgekehrt allen ״bekannt war. Aus diesem Grunde steht im Jeruschalmi der ״Ausdruck, wie er in der Metibta von Babylonien hätte stehen ״müssen. Das weitere, die Verbindung der Hochschulen betreffende Beweismaterial Halevys wollen wir, da es mehr auf den Inhalt der talmudischen Diskussion eingeht, hier nicht zitieren; dagegen wollen wir den Abschnitt über die נחותי,jene Sendboten, deren Aufgabe es war, durch foi twährendes Hin־ und Rückwänden! die Ideenverbindung der Hochschulen herzustellen, im Wortlaut wiedergeben. Halevy führt auf S. 467 (Abschnitt 53) folgendes aus: ״Nach den Angaben R. Scheriras kehrten um jene Zeit (am ״Ende der Zeit R. Josephs) die נחותי (Sendboten) nach Babylonien ״zurück; es waren dies im Besondern R. Dime, Rubin, R Jiz- ״chak bar Joseph und R. Samuel bar Jehuda. Unsere Aufgabe ״ist es, ihre Tätigkeit hei ihrer Rückkehr nach Babylonien und ״ihr Wesen vorher zu ergründen. ״Das Wesen der Sendboten während der ganzen Amoraim- ״zeit ist, trotzdem der Gegenstand zu den wichtigsten Prob- ״lernen der Geschichte jener Zeit gehört, noch überhaupt nicht ״von den Geschichtsschreibern behandelt worden. ״So wenig ist die Sache aufgehellt und so wenig ergründet, ״dass die deutschen Gelehrten auch von den spätesten Sendboten ״als R. Dime, Rabin, R. Jizchak bar Joseph, R. Samuel bar ״Jehuda glaubten, dass sie alle Palästinenser waren und erst da-