Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- II. 1904 - 5665 (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- – (sequence 123)
- Language
- German
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19 ו ״dürfen wir uns nicht darüber wundern, dass R. Jochanan zur ״Zeit, als er schon bedeutend war, von jenem mit dem Ausdruck "חברין בבלאי spricht, ebenso wie R. Nachman den Seira II "זעירי חברין nennt, trotzdem jener viel älter war, desgleichen ״R. Nachman den R. Huna יחברין obwohl auch er viel jünger ״als R. Huna war und ebenfalls von ihm Traditionen erhielt, ״wie wir es noch dartun werden. ״Wir haben darauf hingewiesen, weil Frankel im Mebo Hajr. ״kurzer Hand behauptet: ״Wisse, dass es im Babli Gittin 78 ״heisst:אמרוה רבנן קמיה דר׳ יוחנן משמיה דר׳ יונתן הכי אמר להו ידעין חברין בבלאי לפרושי כי האי טעמא". Dies ist nicht der R. Jonathan, der ״zu dieser Rubrik gehört.“ ״Er hat aber einen Irrtum, denn es gibt in jener Zeit keinen ״anderen R. Jonathan, der Jonathan stam genannt wird. ״Frankel schreibt ״das ist nicht R. Jonathan, der zu dieser ״Rubrik gehört“, als ob er noch eine Rubrik für einen anderen R. ״Jonathan hätte, der zu den Grossen jenes Zeitalters gehörte, ״so dass man sagen könnte, dass er als Babylonier damit ״gemeint sei. Wir haben keinen anderen R. Jonathan. ״Dass R. Jochanan den R. Jonathan, trotzdem er älter ״als R. Jochanan war und dem vorhergehenden Geschlecht ״angehörte, חברין בבלאי nennt, haben wir bereits erläutert; so ״sehen wir auch, dass Samuel, trotzdem er viel älter als R. ״Jochanan war, ja ganz zum ersten Geschlechte gehört, von ״R. Jochanan, als er bereits gross und Resch Metibta war, "חבירינו שבבל benannt wird (s. Chullin 95.). ״In Wirklichkeit näherte sich R. Jochanan am Ende der Le- ״benszeit des R. Jonathan bereits dem Alter, s. Jeruschalmi ״Terumot VIII,4.“ Diese Ausführungen Halevys sind klar. Nicht zu verstehen ist die Einwendung Bachers, dass חברין בבלאי Mehrzahl sei. Würde man sich denn im Deutschen anders ausdriicken? Es ist doch zu bedenken, dass R. Jonathan nicht vor ihm stand und es daher eine ganz natürliche Ausdrucksweise R. Jochanans wrar, wenn er von ״unseren babylonischen Kollegen“ spricht, trotzdem er hier nur R. Jonathan meint. Uebrigens bezieht auch Frankel, wenn schon Raschi für ihn nicht massgebend ist, den Ausdruck R. Jochanans auf einen R. Jonathan. Frankel glaubte nur, dass es