Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 327)
- Language
- German
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Miscellen. Über einige Inschriften in Südrussland. Von H. Lipinsky in Frankfurt a. M. Im Anhang zu seinem Buche ״Die Juden und die slawischen Sprachen“ bespricht Professor Hark avy mehrere von Juden stammende Inschriften, welche in Südrussland aufgefunden wurden. Diese Inschriften stammen aus verschiedenen Zeiten und sind an verschiedenen Orten gefunden worden, stehen aberdaduich miteinander in engem Zusammenhang, dass sie alle von dem gleichen Gegenstände, der Freilassung von Sklaven, sprechen. Auf die grosse historische Bedeutung dieser Inschriften, welche beweisen, dass die Juden in dem Lande, in welchem sie jetzt von den christlichen Bewohnern als Fremde verfolgt und unterdrückt werden, schon vor Entstehung des Christentums und schon lange vor der Einwanderung der jetzigen Machthaber ansässig waren, sei hier nur nebenbei hingewieseD. In der Hauptsache sollen die nachfolgenden Zeilen der Erklärung der Inschriften und der Feststellung der ihnen zu gründe liegenden Tatsachen dienen. Zunächst sei deshalb der Wortlaut der In- Schriften in deutscher Uebertragung (aus der hebräischen Ueber- Setzung Harkavy’s) wiedergegeben.*) *) Der griechische Text ist bei Harkavy, a a. O. S. 88, 90 und 92 abgedruckt ausserdem sei für die erste Inschrift auf das Jahrbuch für Geschichte der Juden und des Judentums, 1861, S. 298 ff., für die zweite auf Frankels Monatschrift 1857, S. 123 und ferner für die zweite und dritte auf Böckh, Corpus Inscrip* tionum Graecarum 2114 BB bezw. II. 2131 hingewiesen.