Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 227

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 227)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
88% known words query
IRI
…/3486266-3486267--0227-3486586
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

221 דיקליטיאנום למלכות לבש רוח חסד ותחנונים והנה פשפורים אלה נראה כי מה שהצר לבני פנייש היה בעוד היותו שר צבא אבל כעת נכתר בכתר מלכות נהפך לאיש חסד וצוה שהיהודים לא ינסכו י Frankel nimmt hier ohne Weiteres an, dass Paneas von Juden bevölkert war und dass demnach Diokletian, der die Einwohner von Paneas bedrückte, den Juden feindlich gesinnt war; er führt dies darauf zurück, dass die Diener des Rabbi Jehuda Nessia einst Diokletian, als er noch jung war, verspottet hatten. Da es aber andrerseits heisst, dass Diokletian bei einer Verfügung, dass alle Völker die Götzen anbeten sollten, die Juden ausnahm, so sieht er sich zu dem bereits von uns zurückgewiesenen Auswege veranlasst, einen Unterschied zwischen dem Feldherrn und dem Kaiser Diokletian zu machen. Allein Frankel hat nicht nur in dem Auswege, sondern bereits in der Voraussetzung geirrt; denn Paneas war nicht von Juden, sondern von Heiden bevölkert, und nicht Juden bedrückte damals Diokletian, sondern Heiden. Schon Halevy weist darauf im Bd. II Seite 342 Note 48 mit folgenden Worten hin: היכן ראה שהיו יהודים והדבר ידוע שבימים ההם כבר היתה ארץ ישראל רובה ביר עכ״ום ובירושלמי שם' הובא זה רק למשל שבל חיה נדלה במקומה אין היה שבהר גדלה בעמק ולא גדלה חיה שבעמק ״בהר דיקלימיאנוס אעיקלבני פניים •Woher weiss er, dass dort Juden wohnten? Es ist doch bekannt, dass in jenen Zeiten Palästina zum grossen Teile von Nichtjuden bevölkert war. Im Jeruschalmi wird das Ganze nur erwähnt, um zu zeigen, dass jedes Wild nur an dem ihm zugewiesenen Orte gedeiht . . .“ Das, was hier Halevy als Vermutung ausspricht, findet im Folgenden seine volle Bestätigung. Bei Joseplius antiq. XV, 10, 3 heisst es in deutscher Ueber- Setzung folgendermassen: ״Dem Zenodorus zerriss ein Darm, in dessen Folge er einen so bedeutenden Blutverlust erlitt, dass er zu Antiochien in Syrien an Entkräftung starb. Daher kam es, dass der Kaiser (Augustus) auch dessen nicht kleinen Bezirk, der zwischen der Trachonitis und Galiläa lag und Ulatha, Panias und das daran grenzende Gebiet einschloss, Herodes schenkte.“ Zenodorus war ein Heide, hatte, wie Josephus ausführt, Amt und Einkommen des Lysanias gepachtet und benutzte seine Herr-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.