Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 218)
- Language
- German
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212 An der zweiten Stelle im Taucliuma, ed. B. בראשית No 10 S. 6, muss לו in der Wendung א״ל ר' תנחומא nicht gerade auf R. Samuel, sondern kann auch auf R. Jonathan bezogen werden. Mit der Korrektur des א״ל in אמר (vergl. ähnlich שוחר טוב Ps. 104 No. 4) lösen sich all die Berge von Irrtümern, die Weiss an diesen dünnen Strich geknüpft, in Dunstgebilde der Phantasie auf. Als Ergebnis dieser Untersuchung ist folgende Reihenfolge festzuhalten: I. Das Grundwerk des Tanchuma, welches von unseren Tanchuma-Rezensionen, sowohl den Druckausgaben als ed. Buber, bearbeitet wurde. II. Scheeltot (750). III. Jelamdenu. IV. Pesikta Rabbati und unsere Tanchuma-Rezensionen. Die irrige Annahme, bei Hamburger, Realencyklopädie, Supplementband, im Artikel ״Pesikta“ S. 121, dass der Verfasser der Scheeltot Pesikta Rabbati schon gekannt habe, sowie die im Artikel ״Tanchuma“ reproduzierte, völlig haltlose Aufstellung Bubers, dass die Redaktoren des babylonischen Talmuds und des Midrasch Rabba (Gen. r. und Levit. r.) Tanchuma benutzt, sowie die Behauptung, dass Tanchuma als die erste Schrift in der Responsenliteratur zu betrachten sei, sind nach vorangehenden Erörterungen zu berichtigen. Nicht belanglos würde diese Untersuchung sein, wenn sie beitragen sollte, das Schiff, das die Schätze der späteren Midraschliteratur birgt, anstatt auf den Strand der Ungewissheit zu treiben, wo es liegen bleiben müsste, oder in einen Zickzack-Kurs zu führen, auf gerader Bahn dem Hafen der Erkenntnis zuzusteuern.