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Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 102

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Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 102)
Language
German
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IRI
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96 Nachlässigkeiten: Ein korrekt paginiertes*) Bach ist von jetzt ab eine Ausnahme; auch die Jahresbuchstaben**) sind öfters fehlerhaft und zuweilen völlig korrumpiert. Oft genug kommen Fehler in der Zählung der Auflagen der in Sulzbach selbst erschienenen Bücher vor. Dazu tritt noch eine Gepflogenheit, welche eine genaue statistische Aufzählung der Bücher unmöglich macht. Bei Zusammenstellung von Gebetbüchern verschiedenen Inhalts zu einem Werke werden durch Verwendung der verschiedensten Jahrgänge unendliche Variationen hervorgebracht• So z. B. liegen die Erscheinungsjahre eines täglichen Gebetbuches, einer Psalmenausgabe, eines יום כפור קטן und einer Ausgabe der jüd.-deutschen Frauengebete, die regelmässig zu einem Buche vereinigt zu werden pflegten (wobei sie nebenbei auch als Einzelbücher erschienen), oft Jahrzehnte auseinander.***) Dasselbe gilt auch von den doch organisch und traditionell so eng zusammengehörigen beiden Teilen des תקון ליל שבועות וליל הושענא רבה. Ein unpunktierter Pentateuch 1805 erhielt den Titel (statt תורה כל (בלי נקודות• Dieser Druckfehler wurde in allen späteren Auflagen beibehalten. Die Volksmenge aber war an die Sulzbacher Erscheinungen derart gewöhnt, und diese kamen nach Anordnung, Inhalt und Format dem Geschmack des Laienpublikums so sehr entgegen, dass dieses die Fehler und Nachlässigkeiten kaum beachtete und als unerlässliche Bestandteile der liebgewonnenen Bücher gerne hinnahm. Es war ein ehrendes Zeugnis für die Anerkennung der Sulzbacher Produkte, dass sich die Druckherrn gleichsam hüten mussten, an den eingebürgerten Büchern Aenderungen und sogar Verbesserungen vorzunehmen. Auch bei wirklichen Neudrucken *) Wir verzichteten darum von hier ab darauf, eine wahrheitsgetreue Schilderung der Seitenfolge zugeben, (es wäre eine Aufgabe, die den Raum des Werkes verdreifachen würde,) und begnügten uns, die Seitenzahl so anzugeben, wie sie (falsch) gezählt ist, oft mit einem Hinweis auf die falsche Zählung; als belehrendes Beispiel vgl■ No. 347. **) Eine ganze Anzahl Seckelscher Drucke sind aus einer Zeit datiert, wo er noch nicht (wenigstens alleiniger) Druckherr war und sein Vater noch lange lebte; der Name des Vaters Ahron hat aber den Ehrentitel für Tote auf den Titelblättern, vgl. Noo. 342 ff. ***) Wir haben diese willkürlichen Zusammenstellungen darum meist nicht berücksichtigt, vielmehr die Einzelteile gesondert verzeichnet. J

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