Mannheim
Compact Memory

Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft · 1903-01-01 · (I.) 1903 - 5664 (1903) · page 99

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
Volume
(I.) 1903 - 5664 (1903)
Date
1903-01-01
Page
– (sequence 99)
Language
German
Belongs to
journal volume
OCR quality
90% known words query
IRI
…/3486266-3486267--0099-3486458
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

93 er nach dem ihm so lange günstig gewesenen Verlauf dieser Angelegenheit die Schlusswendung, das Nachgeben gegen die Props, nicht mehr mitmachen wollte, — kurz, er zog sich, noch in der Vollkraft seines Schaffens stehend, zurück*) und überliess seinen Söhnen als Erbe die Ausführung des Talmuds. Nur ein Werk noch wurde später unter seinem Namen beendigt, das von ihm begonnene alfasische (No. 240). Die genannten Söhne, Ahron und Naftali, erhielten zu gleichen Teilen die ganze Druckerei mit allem mobilen und immobilen Inventar; dafür mussten sie ihm eine gemeinsame Wochenrente von 10 fl. aussetzen. Als Naftali später aus der Druckerei austrat, fiel die Hälfte fort, und der ״stockblinde“ achtzigjährige Greis musste wiederholt Moderierung seiner bisherigen Schutzgeldsumme nachsuchen, die ihm auch von der Regierung bis auf die Hälfte, später sogar bis auf ein Viertel genehmigt wurde. Mit seiner treuen Gattin, mit der er über 60 Jahre verheiratet war, und einer Magd hauste er bis zu seinem Lebensende zusammen. Das bitterste Lebensschicksal war ihm noch Vorbehalten: der Anblick des Zusammenbruches seiner Druckerei, und in den letzten Wochen seines vielgestaltigen Lebens war es ihm noch heschieden, den Kelch der Leiden bis auf den letzten Tropfen zu leeren, als er den tiefgreifenden Familienzwist in seinem Hause noch mit ansehen musste. Doch hierüber später. Auch in der Sulzbacher Gemeinde hatte er stets eine sehr geachtete Stellung eingenommen; er war Stellvertreter des Vorstehers, Kammeru. Hoffaktors Jakob Josef. Hochbetagt starb er Ende 1780 oder anfangs 1781.**) der 111 Verteidigungsschrift t1763j של ס׳ז שנים אנכי: וכל ימי מפרנסתי! ביגיע כפי הכיתי להדפיס מקרא ומשנה ותלמוד ספרי וספרא הכל בתכלית היופי ובמקח השוה. וכמה אלפים ע״י בבני עמינו פר דינט ומפרנס ע״י גוועזן. ועכשיו לזקנוחי מיר זולכש צו קומן זאלי. *) Ein חקון ליל שבועות bezeichnet den Uebergang. Er ist herausgegeben von Salman und seinen Söhnen Ahron und Naftali (No. 232). **) Am 7. Juni 1780 wird er noch protokollarisch vor der Sulzbacher Judenobmannschaft vernommen. Auf dem Titelblatt des Gebetbuches 541 ,קרבן מנחה (-1781), zeichnet der Druckherr אהרן ב‘.. .*למן.. . הכ׳ט, de1" Zusatz הריני) הב*מ כפרת משכבו)!^ die übliche Pietätsformel indem Trauerjahr um den Tod des

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.