Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Journal
- Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft
- Volume
- (I.) 1903 - 5664 (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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28 ״Dabey bitte ich auch in gleichmessiger Underthenigkeit im ״fall ich künfftiger Zeit, in einem oder mehr Jahren, zu andern ״mitlen käme, ob ich alssdann widerumb vnder Euer fürstl. Durclil. ״guedigsten Schutz diser ortlien wider eine Wohnung und Vifen t- ״halt haben mechte. Zumahlen ich diese Zeit über hiesigerStatt ״kein schad gewesen, Und ein merckliches vmb allerhand victualien ״aussgelegt-. Thue hierüber in einem und andern gnedigst gewähriger ״resolution underthenigst erwartten. Dat. Sulzbach, den 9. May ״ao. 1070. Euer fürstl. Durclil. vnderthenigst gehorsamster Isaac ״Buchdrucker societat von Prag. Die Entscheidung über dieses Gesuch ist nicht mehr vor־ banden, jedenfalls ist Isaak nie wieder nach Sulzbach zurückgekehrt. Ein eigentümliches fast komisches Gepräge hat die Geschichte der Isaakschen Tätigkeit in Sulzbach durch die Bibliographie erhalten. Diese konnte sich nie recht mit dem Gedanken vertraut machen, dass er tatsächlich dort gedruckt hat. Wir schicken voraus, dass aus dieser Epoche bis auf 2 Vertreter sämtliche Druckerzeugnisse selbst dem Namen nach verschollen sind, und selbst von diesen zwei Vertretern ist nur noch ein einziges und auch dieses nur in einem einzigen Exemplar sichtbar vertreten und zwar in der Bibi Bodley. in Oxford; das letztgenannte ist das jüd.-deutsche Erbauungsbuch לב טוב von R. Elijakum aus Posen. Das Erscheinungsjahr fehlt, der Druckort ist סולצבאך in aedificio Abraham Lichtenthaler, als Drucker ist Js. b. Jehuda Jüdels angegeben; endlich findet sich auch der Vermerk sub duce Christ. Augusto. — Es galt nun bisher, von Wolf bis Steinschneider herab, als unumstössliches Axiom, dass der Sohar (1684) der erste Sulzbacher Druck sei; die interessantesten und kühnsten Vermutungen tauchten auf. Steinschneider*) verlegte anfänglich das Buch nach Wilhermsdorf, veranlasst durch die langjährige Tätigkeit des auf dem Titelblatt angegebenen Druckherrn Isaak an diesem Platze; ein weiteres Moment für Steinschneider, den Druck nicht alseinen Sulzbacher gelten zu lassen, ist die Schreibweise סולצבאך. Tatsächlich hat sich vom Sohar ab ausnahmslos die *) E. u. Gr. a. a. O-