Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 791 (sequence 800)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sokolow 791 Wir haben jetzt eine neue Abteilung bei der Zionistischen Organisation gegründet, die Abteilung für Kultur. Sie hat die Aufgabe, den Geist des Zionismus, die Thora des Zionismus, die Sprache des Zionismus, die Sprache Erez Israels in Erez Israel zu entwickeln, zu vertiefen und zu verschönern, damit wir vor die Welt — und die Welt ist nicht gleichgültig für solche Dinge — mit einer schönen hebräischen Literatur, mit einer großen jüdischen Kunst, deren Wurzeln in Palästina liegen, treten und sagen können: „Wir haben nicht nur Orangen gepflanzt und Geld verdient, wir haben nicht nur Menschen vor dem Hungertode gerettet, wir haben auch etwas für die allgemeine Zivilisation der Weit geleistet." Unsere Bewegung ist eine geistige Bewegung. Das ist keine^ Phrase, keine Predigt, kein pium desideratum, sondern eine Tatsache. Dazu aber brauchen wir Mittel, und deshalb appelliere ich an Sic alle, daß Sie dieselbe Hilfe wie für Kolonisation und Alijah auch diesem Werk zuteil werden lassen. Wir werden in Palästina und in der Diaspora für die Erhaltung des jüJischen Geistes und des jüdischen Wissens, als Vorbereitung für Erez Israel und zur Aufrechterhaltung der jüdischen Existenz in der Diaspora kämpfen. Was soll der Geist und die Philosophie der Jq|vish Agency sein? Das kann keine Konferenz von drei Tagen bestimmen, das muß studiert werden. Über diese Frage muß eine Literatur geschaffen werden. Vielleicht werden Sie ein eigenes Organ dafür herausgeben, in dein Sie die tieferen geistigen Fundamente der Jewish Agency-Idee darlegen und uns die Möglichkeit qeben werden, das zu überprüfen. Vielleicht werden wir, die Zionisten, Ihren Konzessionen machen, vielleicht Sie uns; die Welt wird erfahren, -vas Sie eigentlich als geistige Strömung darstellen. Ich sehe in Ihnen eine große geistige Strömung und will, daß Sie eine große Kraft im Judentum werden. Sic müssen der großen Aufgabe und der Erwartungen, die das jüdische Volk an Sie knüpft, eingedenk sein. Mit diesen Worten, mit dem herzlichen Wunsche für den vollen Erfolg der Jewish Agency schließe ich. (StürmUd)cr Beifall, Delegierte und Gaste bereiten dem Präsidenten Sokolow eine begeisterte Ovation.) Schluß der Sitzung: 13 Uhr 30 Min. nachmittags.