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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 755

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 755 (sequence 764)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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r% i \ 755 Dritte Council-Sitzung. Mittwoch, 4. September 1935, abends. Beginn der Sitzung: 21 Uhr. Vorsitz: Vizepräs. Neville Laski. REFERAT ÜBER 15 JAHRE TÄTIGKEIT DES KEREN HAJESSOD. DR. ARTHUR HANTKE (Geschäftsführender Direktor des Keren Hajessod — spricht deutsch); Fünfzehn Jahre Keren Hajessod-Arbeit liegen hinter uns. Das ist noch kein Jubiläum, dennoch lohnt es sich, einen kurzen Rückblick auf diese Zeit zu werfen. Denn es war eine schwere Aufgabe, iünfzehnmal immer auf der gleichen Grundlage die Sammlung in allen Ländern zu führen. Die Arbeit für den Keren Hajessod hatte einen guten Anfang. Sehr schnell wuchs der Fonds, und die Idee war bald populär. Aber dann kam die Krisis und mit ihr ein starker Rückschlag. Wir haben aber in den letzten zwei Jahren die Einnahmen nieder erheblich erhöht: im vorigen Jahre um etwa 30.000 Pfund, in diesem Jahre um eine noch etwas höhere Summe. Die Zahl der Beitragenden ist hoher als in den guten Jahren vor der Krise. Leider ist der Durchschnitt der Beiträge etwas gesunken. Das Bild wäre befriedigender, wenn es auch in Amerika gelungen wäre, die I olgen der Krisis zu überwinden; aber gerade dort, wo der "Keren Hajessod m den guten Jahren die besten Resultate erzielt hat, ist die Krisis sehr tiefgehend, und nach einer Besserung im vergangenen Jahre ist dieses Jahr wieder ein Stillstand eingetreten. Da der Keren Hajessod in Rußland und anderen Ländern aus bekannten Gründen nicht arbeiten kann, leben heute etwa 35% aller Juden, unter denen überhaupt Sammlungen durchgeführt werden, in den Vereinigten Staaten von Amerika. Dennoch treten wir in die nächste Fünfzehnjahresperiode mit guten Erwartungen ein. Dieser Zionistcnkongreß, den wir eben beendet haben, bedeutet wieder einen Schritt nach vorwärts. Er wird uns die Arbeit für den Keren Haiessod wesentlich erleichtern, indem er manche Hindernisse aus dem Wege geräumt hat, die uns in den letzten Jahren im Wege standen. Die Aufgabe des Keren Hajessod in Palästina ist in gewisser Beziehung leichter geworden. Manche Aufgabengebiete zweiten Ranges sind zurückgetreten. Für Erziehung sorgt zum größten Teil das Land selbst, auch das Gesundheitswesen fällt dem Keren Hajessod nur wenig zur Last. Die Immigration erhält sich selbst, und so ist ein weit größerer Prozentsatz für die landwirtschaftliche Kolonisation frei geworden. Während früher die Durchführung und die Einschätzung der landwirtschaftlichen Kolonisation ein Gegenstand von Meinungsverschiedenheiten waren, ist es heute allgemein anerkannt, daß bei der Größe der städtischen Einwanderung die öfjont- 48* i

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