Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 739

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 739 (sequence 748)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3476254-3476292--9789-3485940
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

739 Zweite Council-Sitzung. Mittwoch, 4. September. 1935, nachmittags. Beginn: 15 Uhr 55 Min. Vors. Vizepräs. Neville Laski. VORS. VIZEPRÄS. LASKI (spricht englisch): Ich werde darauf aufmerksam gemacht, daß in dem Bulletin der I. T. A. vom 2. September gewisse Beschlüsse veröffentlicht wurden, die angeblich vom Kongreß angenommen worden sind. Ich muß hierzu bemerken, daß der Text der Beschlüsse in der I. T. A. nur Entwürfe enthält, nicht aber die endgültigen Beschlüsse. Darüber wird später noch eine Mitteilung erfolgen. Das Wort hat sodann Herr Shertok zu seinem Referat über die politische Lage. REFERAT ÜBER DIE POLITISCHE LAGE. MpSHE SHERTOK (Mitgl. d. Exck. — spricht entflieh): Ein ausiührlichcr Bericht der Exekutive über ihre politische Arbeit sowohl in London als auch in Jerusalem wurde Ihnen vorgelegt. Ich möchte hierzu nur noch einige allgemeine Bemerkungen machen. Als dieser Council vor zwei Jahren zusammentrat, standen wir an der Schwelle einer Ausdehnung unserer Arbeit in Palästina. Das schwere Unheil, das die deutschen Juden betroffen hat, die Zerstörung des deutschen Judentums, hat zu konstruktiven Arbeiten in Palästina geführt. Audi die Schwächung der jüdischen Positionen in Polen und anderen Ländern hat uroße jüdische Massen nach Palästina gebracht; diese begannen Palästina nicht nur als ein Land zu betrachten, in dem das jüdische Volk als Ganzes seine Erlösung zu suchen hat, sondern auch als das einzige Land, in dem die einzelnen Juden für sich eine Heimstätte und eine Sicherung ihrer Existenz finden können. DIE EINWANDERUNG. Wir übersehen heute eine Periode von zwei Jahren, in der der Umfang der jüdischen Immigration nach Palästina sowohl relativ als auch absolut so gewachsen ist, wie es sich nur wenige vorstellen konnten. Jüdische Initiative hat sich auf wirtschaftlichem Gebiet in allen Richtungen konstruktiv betätigt. Landwirtschaft und Industrie haben sich entwickelt und erweitert. Jeder Fortschritt auf diesem Gebiete erhöhte die Aussichten auf eine noch stärkere Entwicklung. Der ökonomische Prozeß im Lande nahm einen Umfang an, der alle Voraussetzungen übertraf. Das Verhältnis verschiedener jüdischer Kreise zu Palästina, selbst solcher, die mit unserem Werke sympathisieren, hat sich gründlich geändert. Was wir in Palästina in der Richtung der Schaffuno einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk geleistet

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.