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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 641

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 641 (sequence 646)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Weizmann, Goldmann, Weinstein 641 Resolutionen dem A» C. zu übertragen? Die Dinge, um die es da geht, interessieren nicht nur die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer, sondern der ganze Jischuw, das ganze jüdische Volk ist an dieser Frage brennend interessiert. Wir, die Vertreter einer Minderheit mit einem festen und radikalen Standpunkt, stehen allen Austauschgeschäften, allen Versuchen, dieses Problem zu verwischen, vollkommen fern, und wir stellen auch nicht die Zusammensetzung des Kabinetts in Rechnung. Das Problem der Arbeit ist eine allgemeine nationale Frage, die den ganzen Zionismus interessiert, und gerade diese Majorität des Kongresses hätte die Pflicht gehabt, das Problem auf die Tagesordnung zu setzen und Weisungen zu geben, wie die Frage zu lösen ist. VORS. VIZEPRÄS- Dr. GOLDMANN (unterbricht den Redner): Wenn das eine Erklärung namens Ihrer Partei sein soll, so war sie schriftlich einzubringen. Das ist eine Rede, es ist unmöglich, über die Sache zu sprechen, bevor der Kongreß beschließt, ob er sie dem A. C. übergibt oder nicht. BARUCH WEINSTEIN (fortfahrend): Der Permanenzausschuß hat entschieden, die Sache dem A. C. zu übergeben und ich habe mir das Recht vorbehalten, im Plenum eine Erklärung meiner Partei abzugeben. Wir haben grundsätzliche Forderungen, auf Grund deren die Probleme zu lösen sind. Wir verlangen, daß die Interessen der Arbeit, die alle angehen, dem Einfluß der Zionistischen Organisation unterworfen sind, einem staatlichen Einfluß. Wir haben in der Arbeitskommission gefordert und erklären auch von dieser Tribüne, daß der Beschluß des Prager Kongresses, nach dem die Histadruth eine Monopolstellung hat, ungerecht ist und Ungerechtigkeiten gegenüber bereits bestehenden Arbeiterorganisationen im Lande schafft. Der Kongreß hatte die Pflicht, diese Probleme zu lösen und die Rechte dieser anderen Arbeiterorganisationen zu sichern. Das Monopol einer Klasse entspricht ganz und gar nicht der zionistischen Wirklichkeit. Gerade dieser Kongreß, der sich die Aufgabe gestellt hat, sämtliche lebenswichtigen Zweige der Aufbauarbeit unter seine Leitung zu bringen und dafür entsprechende Organe geschaffen hat, hat in der Frage der Arbeits-| beziehungen nichts Konkretes geleistet. Der wilde, vom Prager Kongreß legalisierte Zustand wurde von diesem Kongreß weitergeduldet. Wir wollen, daß der Kongreß mit dieser Wirklichkeit rechnet und die Folgerungen zieht, damit die schlechte Atmosphäre, die in diesen Dingen herrscht, beseitigt werde. Aber die Parteien kamen untereinander zu einem Übereinkommen und haben beschlossen, die Sache dem A. C. zu übergeben. Bei der ernsten Lage im Jischuw, bei den Streitigkeiten, die zu erwarten sind, müssen wir alle Verantwortung für die medianische Lösung ablehnen. Sie fällt ganz auf die Majorität in diesem Kongreß. VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Ich habe hierzu nöch einige Worte zu sagen. Herr Dr. Weinstein hat die Führung der Geschäfte kritisiert, wozu er sicherlich ein Recht hatte, und das Präsidium nimmt diese Kritik zur Kenntnis. Sicher wäre es besser gewesen, wenn die Arbeiten der Kommission so spruchreif erledigt worden wären, daß sie der Kongreß heute noch zum Beschluß hätte erheben können. Da es .sich aber so ergab, daß zwar in einem sehr wesentlichen Teil Ubereinstimmung erzielt wurde, 41

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