Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 640 (sequence 645)
- Language
- German, English, Hebrew
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640 Dreiundzwanzigste Kongreß - Sitzung. Dienstag, 3. September 1935, abends. Beginn derSitzung: 22 Uhr 30 Min. Vorsitz: Vizepräs. Dr.N.Goldmann. VORS. PRÄS. Dr. WEIZMANN: Ich eröffne die Schlußsitzung des Kongresses und übergebe das Präsidium Herrn Dr. Goldmann. VORS. VIZEPRÄS. Dr. GOLDMANN: Bevor wir zu dem wesentlichen Inhalt unserer heutigen Sitzung kommen, den Wahlvorschlägen des Permanenzausschusses, müssen wir noch einige Beschlüsse fassen. In den Resolutionen, die gestern und heute beschlossen worden sind, sind gewisse Änderungen unseres Organisationsstatuts enthalten. Laut unserer Geschäftsordnung müssen diese in einer zweiten Lesung beschlossen werden. De» Kongreß wird wohl nichts dagegen haben, daß wir diese Beschlüsse nicht ausführlich hier verlesen. (Nach einer kurzen Pause): Da sich kein Widerspruch erhebt, nehme ich an, daß ich diese Zustimmung des Kongresses als zweite Lesung betrachten kann und bitte, dies zu Protokoll zu nehmen. Die Anträge der Kommission für Arbeitsfragen sind hier noch nicht vollständig zur Behandlung gekommen. Ich teile mit, daß die Vertreter der Parteien im Permanenzausschuß übereingekommen sind, die Beschlußfassung über diese Anträge dem A. C. zu überweisen. (Zwischenruf Doktor M. GLÜCKSON: Wieso?) Ich verstehe den berechtigten Sinn der Frage Dr. Glücksons und will dazu folgendes mitteilen: Die Beschlüsse, über die sich die Parteien bisher geeinigt haben, werden morgen oder übermorgen vom Aktionskomitee akzepiert werden. Es gibt aber verschiedene Vorschläge, über die bisher keine Einigung erfolgt ist und über die im Hinblick auf die vorgerückte Zeit jetzt keine Einigung erfolgen kann. Darum erfolgte die Einigung der Parteien auf die Überweisung an das Aktionskomitee. Es liegt in diesem Antrag nicht etwa die Absicht, die Beschlußfassung zu sabotieren, sondern es ist der gute Wille der verhandelnden Parteien, bis zum Schlüsse der A. C.-Sitzung zu einer Einigung zu gelangen. Diese Erledigung war notwendig im Interesse der Fortführung des Kongresses und der Durchführung der Wahlen, die uns jetzt bevorstehen. BARUCH WEINSTEIN (Judenst., Erez Israel — spricht hebräisch): Namens meiner Partei habe ich die folgende Erklärung abzugeben: Die Frage der Arbeit erscheint der Majorität dieses Kongresses, die in der Hauptsache, wie sie behauptet, die arbeitenden Kräfte in Erez Israel ver- , tritt, als das wichtigste Problem des Aufbaues. Nach einer Periode der Er- | schütterungen im Jischuw, nach einem Klassenkampf kommt man zu diesem j Kongreß mit einer Majorität, die für die Interessen der Arbeit eintritt. Wie ist es möglich, daß diese Majorität nach so vielen Diskussionen in den Plenarsitzungen und in den Sitzungen der Kommissionen einen derart mechanischen Antrag einbringt, die besonders wichtigen und entscheidenden