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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 570

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 570 (sequence 575)
Language
German, English, Hebrew
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570 2i. Kongreß-Sitzung: Bericht der Budget- und Finanzkommission Das Budget, das wir Ihnen namens der Budget- und Finanzkommission vorlegen, ist das Ergebnis langwieriger und schwieriger Verhandlungen. Fast jeder Posten ist stark umkämpft worden. Hinter dem Vorschlag der Abänderung oder der Erhöhung bzw. der besonderen Bestimmung von Teilbeträgen verbarg sich fast immer eine ernste Notwendigkeit der Stunde. Wenn viele Forderungen auf Vergrößerung vorgesehener Beträge oder auf Dotierung neuer Posten abgelehnt werden mußten, so bedeutete das nur in wenigen Fällen eine negative Stellungnahme zu dieser Sache selbst. Die Pflicht, die gezogenen Grenzen einzuhalten, war fast immer bestimmt. Diese Grenzen sind nämlich noch recht enge. Es besteht wohl kein Zweifel, daß eine reguläre Einnahme von 230.000 E aus den Eingängen des Keren Hajessod, wie sie in unserem Budgetentwurf vorgesehen ist, nicht nur in keinerlei Verhältnis zu den Erfordernissen der zionistischen Arbeit steht, sondern auch nicht zu anderen Erscheinungen des zionistischen Lebens, Um es in einem Satz auszudrücken: Die Budgetkraft der zionistischen Bewegung hat mit ihrem sonstigen Wachstum nicht Schritt gehalten. Unsere Kommission hat sich mit dieser Frage beschäftigt und Ihnen eine Reihe von Resolutionen vorgelegt. Es wird die Aufgabe der kommenden Exekutive sein, die Möglichkeiten auf diesem Gebiete noch genauer zu überprüfen und auszuwerten. Denn gerade in einer Zeit außerordentlich wachsender Betätigung des privaten Kapitals in Palästina ist eine Stärkung des nationalen Kapitals dringend erforderlich. Es hat den Anschein, als hätte sich unsere Organisation in den letzten Jahren zu leicht mit den mageren Ergebnissen der Sammlungen abgefunden. Der Moment ist gekommen, wo mit neuer Wucht und mit einem Eifer, der dem Ernst der Situation entspricht, eine radikale Änderung dieses Zustandes zu erreichen versucht werden muß. Nationales und privates Kapital galten zu lange in der Arbeit für das Land in unserer Terminologie als Antipoden. Die praktische Arbeit hat jedoch bewiesen, daß dies zu Unrecht geschah. Aus einigen unserer Resolutionen werden Sie ersehen, daß aus dieser angeblichen Antithese eine Synthese geworden ist: nationales und privates Kapital reichen sich nach den vorgesehenen Plänen die Hand, um gemeinsam am Aufbau mitzuwirken. Angesichts der bedeutenden Aufgaben, die uns auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen Kolonisation gerade in den nächsten zwei Jahren erwachsen, hat die Kommission verschiedene Wege studiert, die es erlauben würden, schon während dieser Zeit außerhalb des Mittels der Sammlungen die uns zur Verfügung stehenden Summen zu erhöhen. Die Kommission hat feste Beschlüsse in dieser Richtung nicht gefaßt. Sie hat aber mit großem Interesse von den bei der Exekutive in dieser Richtung verhandelten Plänen Kenntnis genommen und in einer Resolution darauf hingewiesen, von welcher Bedeutung es sein würde, wenn die Flüssigmachung neuer Mittel auf diese Weise gelingen würde. Die Kommission hat sich nicht nur mit der Festsetzung des Budgets für das kommende Jahr beschäftigt, sie hat darüber hinaus versucht, eine gewisse Planung und Systematik in die finanzpolitische Tätigkeit der kommenden Jahre hineinzubringen. Es versteht sich von selbst, daß dies infolge der geringen zur Verfügung stehenden Zeit keineswegs erschöpfend ge-

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