Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 563 (sequence 568)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mossinson, Feldschuh, Dobkin, Kolodny 563 amtskommissionen nach dem Stimmenverhältnis auf dem Kongreß zusammengesetzt werden. Ich verstehe nicht, wie man heute mit dem Antrage auf Parität kommen kann. In der darauf folgenden Abstimmung wird der Antrag Dr. Feldschuh abgelehnt. MOSCHE KOLODNY (Weltverein. Allg. Zion., Polen — spricht hebräisch): Der Vertreter der Chaluzorganisation in den Palästrnaamtskommissionen, über dessen Rechte wir hier streiten, ist tatsächlich auch unser Vertreter und mancher wird sich daher wundern, weshalb ich dagegen bin, daß er Stimmrecht für alle Fragen erhält. Wir haben einmal die Forderung gestellt, daß der Vertreter der Chaluzorganisationen in der Palästinaamtskommission sitzt, er sollte jedoch nur über Fragen, die die Chaluzorganisation berühren, mitentscheiden. Es kann doch, wie Sie verstehen werden, der Fall eintreten, daß eine Partei 50 Prozent der Mitglieder der Palästinaamtskommission hat; wenn sich ihnen auch noch der Vertreter der Chaluzorganisationen anschließt, dann entsteht eine absolute Mehrheit. Das führt zu einer feindlichen Stimmung gegen die Chaluzbewegung. Ich halte es für unerwünscht, daß sich die Chaluzbewegung in die Parteifragen verwickeln läßt und bitte die Mehrheit, auf die Forderung zu verzichten, daß der Vertreter der Chaluzorganisationen in allen Fragen Stimmrecht erhält, sondern ihm dieses nur für die Fragen zu gewähren, die den Chaluz berühren. BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Die Mehrheit der Kommission hat dem Antrage des Herrn Kolodny aus folgendem Grunde nicht zugestimmt: Es ist schwer, bei jeder in der Palästinaamtskommission behandelten Frage zu unterscheiden, was die Einwanderung und die Hachscharah von Chaluzim berührt und was nicht. Alle im Palästinaamt behandelten Fragen stehen miteinander im Zusammenhang. In der darauf folgenden Abstimmung wird der Antrag Kolodny mit 47 gegen 64 Stimmen abgelehnt, Antrag a) der Kommission angenommen. BERICHTERSTATTER E. DOBKIN: Wir kommen zu den Anträgen b) bis f) der Kommission. Sie lauten (liest): b) Das Präsidium der Palästinakommission ist vor dem Einwanderungsdepartement der Jewish Agency für die Ausführung seiner Weisungen betreffend Verteilung und Bestätigung der Einwanderungszertifikate verantwortlich. c) Der XIX. Kongreß hebt die große Bedeutung der Palästinakommission aus Vertretern des Jischuw in Palästina hervor, die in der Zeit der Masseneinwanderung von besonderer Wichtigkeit ist, und beauftragt die Exekutive der Jewish Agency, diese Kommission als eine ständige beratende Körperschaft in den Fragen der Alijah zu erhalten. d) Der XIX. Zionistcnkongreß bestimmt, daß im Hinblick auf die vergrößerte Alijah das Einwanderungsdepartement der Behandlung der Einwanderer besondere Aufmerksamkeit, gleichviel ob sie auf Zertifikat oder auf Grund anderer Kategorien ins Land kommen, widme und sie durch Rat und Information bei ihrer Einordnung in Erez Israel unterstützen soll. Das Ein- Wanderungsdepartement soll eine besondere Institution! für Hilfe und Instruktion der Einwanderer errichten, und zwar für: 1. Information über die Lage im Lande, 2. Kooperation mit den betreffenden Institutionen für Arbeit, Wohnungs beschaffung und Investitionen, 36*