Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 546 (sequence 551)
- Language
- German, English, Hebrew
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546 Neunzehnte Kongreß-Sitzung. Montag, 2. September 1935, vormittags. Beginn: n Uhr 40 Min. Vorsitz: Vizepräs. Dr. B. Mossinson. BERICHT DER EINWANDERUNGSKOMMISSION. BERICHTERSTATTER ELIAHU DOBKIN (Arb., Erez Israel — spricht hebräisch): Die Alijahkommission hat sich mit vier die Alijah betreffenden Fragenkomplexen beschäftigt und wir bringen Anträge zu diesen vier wichtigsten Einwanderungsfragen vor den Kongreß: i. der Frage der Beziehungen zur Mandatarmacht in den Alijahangelegenheiten, 2. der Verteilung der Alijahzertifikate auf die verschiedenen Kategorien, 3. den Angelegenheiten der Chaluzbewegung in der Galuth und Hachscharafragen, 4. der Regelung der Einwanderung von Fachleuten. Ferner wurden in der Kommission einige Angelegenheiten betreffend die Frage der Organisierung der. Palästinaämter und der palästinensischen Einwanderungskommission besprochen. Ich möchte hier zunächst einige Bemerkungen machen zu den Anträgen betreffend unsere Beziehungen zur Mandatarmacht auf dem Gebiete der Alijah. Es ist allgemein bekannt, welches Ausmaß die Alijah unserer Bewegung erreicht hat. Von 9000 Einwanderern im Jahre 1932 stieg die Einwanderung bis 30.000 im Jahre 1933 und 42.000 im vorigen Jahre. Nach unserer Rechnung besteht die volle Sicherheit, daß wir in diesem Jahre 1935 eine Rekordziffer von etwa 60.000 legalen Einwanderern erreichen werden. Noch vor vier Jahren, bei der Volkszählung in Palästina, waren wir nur 17%, heute sind wir schon 27% der Gesamtbevölkerung. Wir zählen heute 350.000 Juden jn Palästina gegenüber 930.000 Arabern. Palästina erreicht langsam die Eiriwanderungsziffern, die die Vereinigten Staaten Amerikas . vor dem Kriege aufweisen konnten. Palästina ist heute praktisch das einzige Land, das Zehntausende von Auswanderern aus den Diasporaländern aufnimmt. Ich will nicht in Einzelheiten gehen. Doch auch mit diesem Ergebnis sind wir unzufrieden, und es wird für keinen Augenblick unseren energischen Kampf gegen die Mandatarmacht um das Ausmaß der Einwanderung einschläfern. Wir können nicht ruhen, wir können dem jüdischen Volke nicht sagen, daß alles in Ordnung ist, solange wir täglich Arbeitspositionen verlieren, solange bis heute in der jüdischen Wirtschaft in Erez Israel 17.000 nichtjüdische Arbeiter beschäftigt sind. m Diese fremden Arbeiter sind in die jüdische Wirtschaft nicht nur deshalb eingedrungen, weil ein Teil des Jischüw fremde Arbeiter beschäftigt, sondern hauptsächlich Infolge der künstlichen Beschränkung der Alijah. Zehntausende von Juden könnten im Lande absorbiert werden, haben Arbeitsmöglichkeit jn ihm und können doch infolge ungerechter Beschrankungen der Alijah nicht nach Erez Israel kommen. Die Ostgrenze Palästinas ist in