Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 545 (sequence 550)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ostrowski, Rosenhek, Mossinson 545 von 2 5%. von dem für diese Vorbereitung bestimmten Betrag zuteilt. Dieser Betrag soll zwecks Organisierung dieser Arbeit der Weltzentrale des Misrachi zur Verfügung gestellt werden. SAMUEL ROSENHEK: Die Majorität beantragt eigentlich nicht, eine Abteilung neu zu schaffen; eine solche hätte vor einigen Jahren gegründet werden sollen. Die Kommission schlägt Ihnen vielmehr vor, den Beschluß früherer Kongresse durchzuführen, und hat die Zeit der Durchführung festgesetzt. Mir scheint, daß Raw Ostrowski ohne Grund fürchtet, es könnte in diesem Departement das Recht seiner Freunde verkürzt werden. Gerade die Wirklichkeit hat gezeigt, daß es möglich ist, alle zur Erziehungsarbeit heranzuziehen. Hat sich doch vor einigen Jahren der Misrachi auch einer gemeinsamen Kulturarbeit in Palästina widersetzt. Die Erfahrung hat gezeigt, daß man sich im Laufe der Zeit daran gewöhnt hat, und daß alles gut vonstatten geht. Nachdem der Misrachi dem zugestimmt hat, daß ein Bedürfnis sprachlicher Vorbereitung in der Golah besteht, wird die Notwendigkeit der Errichtung einer besonderen Abteilung für Kultur und Erziehung in der Diaspora noch deutlicher. Bisher wußte man nicht, an wen die Gelder, die für den erwähnten Zweck bewilligt wurden, abzuführen sind. Daher dieser Antrag. Was die Forderung einer Quote von 25% für die sprachliche Vorbereitung beim Misrachi betrifft, so kann man fragen, warum gerade 25%. Es muß jemand sein, der prüft, ob dieser Prozentsatz berechtigt ist. Audi dazu braucht man eine Abteilung, die den Betrag auf die Parteien aufteilt. Ich bitte Sie daher, den Majoritätsantrag anzunehmen. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Den Antrag bezüglich der 3000 Pfund und der Teilung nach Prozenten bringe ich nicht zur Abstimmung. Ich kann nur zur Abstimmung das Prinzip bringen, ob eine besondere Abteilung zu errichten ist, die sich mit sprachlicher und kultureller Vorbereitung in der Golah befasse soll, oder ob diese Vorbereitung der bestehenden Organisation zu überlassen ist. In der darauffolgenden Abstimmung wird der Majoritätsantrag angenommen. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Wir haben audi über Antrag 3 noch abzustimmen. BERICHTERSTATTER SAMUEL ROSENHEK: Antrag 3 wurde von der Kommission einstimmig angenommen, deshalb halte ich es für überflüssig, ihn zu begründen. Antrag 3 wird angenommen. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Die Kommission legt dem Kongreß endlich folgenden Antrag über das hebräische Theater vor: In Anerkennung der großen Bedeutung der hebräischen Theaterkunst für die Gestaltung des Antlitzes unserer Generation, bestimmt der Zionistenkongreß für die Bedürfnisse des hebräischen Theaters in Erez Israel (Habimah und Ohel) einen Betrag von 500 Pfund jährlich. Über diesen Antrag kann ich nicht abstimmen lassen, da es sich hier um eine finanzielle Angelegenheit handelt. Darüber wird man erst sprechen können, wenn wir uns mit Budgetfragen befassen. Schluß der Sitzung: 23 Uhr 30 Min. nachts. 35