Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 543 (sequence 548)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mossinson, Ostrowski^ Rosenhek 543 allein. Selbstverständlich leiden darunter die Kindergärten, und ihre Erziehungsgrundsätze sind nicht völlig auf der Höhe. Wir stellen also den Antrag b), den ich bereits verlesen habe. Antrag 4, Abs. b) wird ohne Debatte angenommen. BERICHTERSTATTER RAW M. OSTROWSKI: Das Erziehungswesen Palästinas leidet darunter, daß man sich bei uns mit Erziehung für Landwirtschaft und Handwerk nicht befaßt. Wie bereits ausgeführt, wurden in dieser Richtung bedeutsame Änderungen für das kommende Budgetjahr vorgenommen. Hierauf bezieht sich Absatz c) des von mir verlesenen Antrages 4. Antrag 4, Absatz c) wird angenommen. BERICHTERSTATTER RAW M. OSTROWSKI: Wie bereits von mir berichtet, umfaßt das Schulnetz den größten Teil der Kinder des Jischuw, trotzdem aber gibt es noch Hunderte von Kindern, die keinen Unterricht genießen. Allein in Jerusalem gibt es 200—300 jemenitische Kinder, die keinen geordneten Unterricht haben. Zwar bestehen hierüber, wie ich in der Kommission ausgeführt habe, Meinungsverschiedenheiten, alle geben aber zu, daß es in Jerusalem Hunderte von jemenitischen und persischen Kindern gibt, die noch keinen geordneten Schulunterricht haben. Das gleiche gilt für einige ländliche Siedlungen, wie Schiwath Zion bei Rischon le Zion, Machane Tehuda bei Petach Tikwa, Kfar Marmorek, Tirat Schalom und Kfar Eljaschiw. Die Jemeniten fordern, daß man Schulen für sie einrichtet, aber wir haben den rechten Weg noch nicht gefunden. Die Kommission nahm daher nach Anhörung aller Beteiligten den Antrag d) an. Antrag 4, Absatz d) wird angenommen. VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Damit haben wir die Frage der Erziehung in Erez Israel abgeschlossen und gehen über zur Erziehung und Kultur in der Golah. Das Wort hat als Berichterstatter Herr Rosenhek. BERICHTERSTATTER SAMUEL ROSENHEK (Weltyerein. Allg. Zion., Polen — spricht hebräisch): Ich halte es für überflüssig, eine lange Einleitung zur Erläuterung der Anträge zu machen. Wir kommen zu Ihnen mit drei Anträgen, die die Grundlagen unserer Renaissance betreffen. Antrag 1 ist nur eine Wiederholung eines Beschlusses früherer Kongresse. Wir sind zur Erkenntnis gelangt, daß die Schaffung eines obersten Organes zur Konzentration aller Aktionen, die viele Jahre lang auf sprachlichem und kulturellem Gebiete in der Diaspora unternommen worden sind, unbedingt erforderlich ist. Bedauerlicherweise wurden nicht alle Anträge in der Kommission einstimmig angenommen. Zu Punkt 1 und 2 der „Fragen der Erziehung und Kultur in der Diaspora" werden zwei Anträge gestellt: ein Mehrheitsantrag und ein Minderheitsvotum. Der Mehrheitsantrag lautet (liest): 1. Der Kongreß stellt mit Bedauern fest, daß die Beschlüsse des XVL, XVII, und XVIII. Kongresses betreffs Schaffung einer speziellen Abteilung für Kultur und Erziehung bei der Exekutive nicht verwirklicht wurden, und verpflichtet die Exekutive, den Beschluß noch im Jahre 193 j auszuführen. Um dieser Abteilung die Arbeit zu ermöglichen, forciert der Kongreß, ihr im Budget die nötigen Mittel einzuräumen. . i