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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 522

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 522 (sequence 527)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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522 i8, Kongreß-Sitzung: Bericht der Kolonisationskommission Was den Antrag Neiger betrifft, so muß ich wiederholen, was ich bereits eingangs gesagt habe, daß nämlich die Kolonisationskommission es nicht für nötig gehalten hat, die Beträge zu detaillieren, weil das ganze Budget nicht unseren Bedürfnissen entspricht. Die Budgetkommission hat allerdings eine bestimmte Summe für den Mittelstand bestimmt. Es hat keinen Sinn, hier 20 Prozent für den Mittelstand zu bestimmen, denn dann werden wir auch für jede andere Gruppe einen Prozensatz festsetzen müssen. JOACHIM NEIGER: Ich bestehe auf der Abstimmung über meinen Antrag. VORS. VIZEPRÄS. Dr. MOSSINSON: Dann stelle ich den Antrag Neiger zur Abstimmung. Der Antrag Neiger wird in der Abstimmung mit allen gegen 6 Stimmen abgelehnt, Antrag 4 der Kommission in seiner ursprünglichen Fassung angenommen. BERICHTERSTATTER L. SZKOLNIK: Wir kommen zum fünften Antrag der Kommission (liest): 5. ANSIEDLUNG DEUTSCHER JUDEN. Der Kongreß unterstreicht mit Nachdruck die Tatsache, daß mehr als 25% aller Schichten der Einwanderer aus Deutschland ins Dorf gegangen sind, und weist auf die tatkräftige Hilfe hin. die die Arbeitersiedlungen der Zionistischen Organisation durch die Aufnahme einer großen Anzahl deutscher Einwanderer, sowohl aus dem Hechaluz wie der Jugend-Alijah wie des Mittelstandes sowie durch deren Unterweisung in der Arbeit und durch Unterstützung bei der Ansiedlung geleistet haben. Der Kongreß stellt fest, daß die Abteilung für die Ansiedlung deutscher Juden durch ihre finanzielle Hilfe als wichtiger Zweig zur Überführung Tausender deutscher Juden zu produktiver Arbeit in der Landwirtschaft und zur Schaffung neuer Siedlungspunkte im Lande gedient hat. Antrag j wird ohne Widerspruch angenommen. BERICHTERSTATTER L. SZKOLNIK: Der sechste Antrag der Kornmission lautet (liest): 6. DIE LANDWIRTSCHAFTLICHE VERSUCHSSTATION. Der Kongreß stellt mit Genugtuung fest, daß die landwirtschaftliche Versuchsstation durch ihre Instruktionsabteilung Kontakt mit den Fachverbändm der Ansiedler und der Wizo in Fragen der Instruierung geschaffen hat. Infolge des erweiterten Umfanges der neuen Kolonisation hält der Kongreß die Verstärkung des Fachinstruktorenapparates der Versuchsstation für besonders notwendig und beauftragt die Exekutive, dafür zu sorgen, daß die Station maximalste Hilfe allen Kreisen, insbesondere der gemischten Wirtschaft leiste. Der Kongreß anerkennt die Notwendigkeit der Erweiterung der wissenschaftlichen Forschungsarbeit der Versuchsstation und beauftragt die Exekutive, die nötigen Mittel zu sichern, damit die Tätigkeit der Station auf alle Gebiete der Landwirtschaft ausgedehnt, das Bestehende gefestigt und neue Möglichkeiten für eine neue Ansiedlung in großem Maßstab gesucht werden. SCHMUEL DAJAN: Ich beantrage, in Antrag 6, Absatz 1, nach den Worten „insbesondere der gemischten Wirtschaft" die Worte „und den jungen Wirtschaften" einzufügen.

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