Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 430 (sequence 433)
- Language
- German, English, Hebrew
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430 iß. Kongreß-Sitzung: Referat über Frauenarbeit staatlcr (Lachen rechts). Dort sitzen die Helden vom Emek, dort die Kandidaten für Hule, dort ist der Platz für die, welche die große Judenstaats-Idee verwirklichen. Habt Ihr wenig von Judenstaats-Ideen in der Rede von Ben-Gurion, diesem Meisterwerke staatsmännischer Kunst, gehört? Hätte Ben-Gurion dieses Programm auf dem XVII. Kongreß entwickelt, es wäre damals nicht mehr als politische Poesie gewesen. Damals kämpften wir zusammen mit Dr. Weizmann gegen die Deklaration und Deklamation vom Judenstaat. Jetzt aber ist der Moment gekommen, wo das große Programm zur Realität wird. Die heroische Arbeit in Erez Israel ist der Judenstaat, der uns vereinigen wird und vereinigen muß. Hier wurde gesagt, daß die Zionistische Organisation keine staatliche Organisation ist und daß die Tür des Kongresses offen steht, um hinauszugehen. Wohl, die Tür ist offen, aber an der Tür steht ein mächtiger Wächter, steht der unsterbliche Geist Herzls, stehen Tausende und Millionen, die in Not leben. Wenn Ihr es wagt, die. Schwelle zu überschreiten, tragt Ihr die historische Verantwortung! (Beifall links.) REFERAT ÜBER DIE ARBEIT DER ZIONISTISCHEN FRAUEN. ADA FISCHMANN (Arb.y Südafrika — spricht hebräisch): Die Exekutive der Weltorganisation der WIZO hat mich beauftragt, hier zwei ihrer Forderungen an den Kongreß oder richtiger: zwei ihrer Beschlüsse vorzutragen, die sie bei ihrer letzten Konferenz in Tel Aviv vor einigen Monaten angenommen hat. Bevor ich dazu übergehe, diese Beschlüsse vorzutragen, möchte ich in kurzen Worten das Arbeitsprogramm der WIZO darstellen. Auf diesem Kongreß hat man zu wiederholten Malen über den großen Erfolg gesprochen, welchen die Erreichung einer Million Schekelzahler darstellt. Die Delegierten des Kongresses sind diesmal die Vertretung einer Million Juden. Ich übertreibe wohl nicht, wenn ich sage, daß ein nicht geringer Teil dieses Erfolges der Organisation der zionistischen Frauen zu verdanken ist, die heute zirka 70.000 organisierte Frauen umfaßt. Alle diese Vereine von Zehntausenden von Frauen, denen die Weltkonferenz der WIZO die Verpflichtung zur Zahlung des zionistischen Schekels auferlegte, wählten zum Kongreß, und durch ihre Stimmen gewannen alle hier vertretenen Richtungen. Die WIZO wollte bei den Kongreßwahlen nicht mit einer eigenen Liste auftreten, weil sie fürchtete, daß dies die. Einheitlichkeit der WIZO- Organisation gefährden und die Geschlossenheit ihrer fünfzehnjährigen Arbeit in Palästina und der Diaspora stören könnte. Wenn man von dieser Tribüne über die Notwendigkeit der Schaffung einer einheitlichen Zionistischen Organisation spricht, so darf die WIZO konstatieren, daß sie heute mit ihren siebzigtausend Mitgliedern die einzige zionistische Frauen-Organisation ist, in der alle Richtungen der zionistischen Bewegung zusammengefaßt sind. Es darf ferner darauf hin-