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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 398

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 398 (sequence 401)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9442-3485593
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398 /4. Kongreß-Sitzung: Generaldebatte ernster politischer Verhandlungen, um aus diesem wirtschaftlichen Phänomen den maximalen Nutzen für das Land zu erzielen. Wir sind aber kein Staat und haben keine Regierungsbefugnisse, wir sind nicht imstande, die Gesetzgebung dieses Landes, das wir mit großen Anstrengungen bauen, zu bestimmen. Die Mandatsregierung hat unabhängig davon, ob eine Kooperation wertvoll ist oder nicht, ihre Interessen, und diese Interessen decken sich nicht immer mit den unseren. Was für eine Kraft steht unserer Bewegung heute zur Verfügung, mit deren Hilfe wir im Rahmen der Möglichkeiten auch ohne Regierung.-- gewalt imstande wärer), wenigstens zum Teil, die wirtschaftliche Kraft dieses Landes unseren Bedürfnissen und unseren Interessen unterzuordnen? Sind wir wirklich nicht imstande, jene nationale Konzentration zu schaffen, hinter der die Wirtschaft mit ihren wesentlichen Teilen steht? Es bestehen doch Banken im Lande, die unseren Bedürfnissen untergeordnet sein müßten. Wir haben doch Hypothekenbanken, wir sind doch im Besitze einer nationalen Wirtschaft, es bestehen doch auch Institutionen, die bereit sind, sich uns zur Verfügung zu stellen, wenn wir nur den ernsten Versuch machen, sie dazu zu bewegen. Wir (müssen alle Kräfte konzentrieren, neue, ernste Organisationsform.): finden, um dem Kolonisationswerke in Palästina alles zur Verfügung zu stellen. VORS. PRÄS. DR. WEIZM.ANN (der während dieser Rede den Vorsitz übernommen hat, den Redner unterbrechend): Sie haben nur noch eine Minute Redezeit. J. ZISLING bricht daraufhin seine Rede ab. 'ABRAHAM EMANUELI (Arb., Erez Israel — spricht hebräisch,: Ich begrüße den XIX. Zionistenkongreß und den ersten Kongreß in der Geschichte der Juden von Buchara und Afghanistan (Beifall). Ich will hier das Memorandum der Juden aus Buchara an die Delegierteil dieses Kongresses verlesen: 1. Die Zahl der bucharischen Juden beträgt heute etwa 40.000, davon etwa 4000 in Palästina; der Rest befindet sich noch immer in Buchara, in Turkestan, einige Tausende bucharischer Emigranten leben als Flüchtlinge in Afghanistan, Persien und Indien, nackt und bloß, und ihr einziges Streben ist, nach Erez Israel zu kommen. Bis zum Weltkriege war die Lage der bucharischen Juden wirtschaftlich gut. Das nationale Gefühl war stark, und schon in den Anfängen der Chibbath- Zion-Bewegung begründete die bucharische Gemeinde in Jerusalem das große Viertel „Rechowoth" und schuf viele gemeinnützige Bauten, die bis auf den heutigen Tag bestehen. 2. Nach dem Weltkriege 'wurde die Lage der Juden in Buchara immer schlechter; Krieg und Bürgerkrieg haben die jüdische Gemeinschaft zugrunde gerichtet, Armut und Hunger waren das Schicksal der bucharischen Juden. Damals begann die Flucht aus Buchara. Etwa 20 Prozent der Gesamtheit der bucharischen Juden wurden erschlagen oder sind Hungers gestorben; die anderen wurden in alle Weltteile verstreut. 3. Etwa 4000 Seelen konnten sich retten und gelangten durch alle

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