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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 293

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 293 (sequence 296)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Stricker, Mossinson, B. Katznelson 293 VORS. VIZEPRÄS. DR. MOSSINSON: Entschuldigen Sie, Ihre Partei hat um eine Stunde mehr Redezeit erhalten, als sie Anspruch hat. ING. R. STRICKER (fortfahrend): Wenn Sie glauben, das sei eine Anfrage oder eine Bitte, länger sprechen zu dürfen, so irren Sic sich. Iis war nur eine Feststellung. Auf 'den Totalitätsanspruch der Linken antwortete dann Jabotinsky mit seinem Totalitätsanspruch, und weil es zwei Totalitäten nicht geben kann, ist die Sache auseinandergegangen. Aber ist das die einzige Spaltung im Zionismus? Geht der Prozeß nicht Weiter? Erst erfolgte die Abspaltung der Revisionisten, dann die Spaltung der Allgemeinen Zionisten, dann die Spaltung beim Misrachi. (Zwischenrufe des Misrachi: Bei uns gibt es keine Spaltung! Zwischenruf MEIR GROSSMANN: Nein, bloß eine freundschaftliche Zusammenarbeit!) Und wissen Sie, meine Herren von der Linken, wissen Sie, was jetzt kommt? Jetzt kommt die Spaltung bei Ihnen! Täuschen Sie sich, meine lieben Freunde von der Linken, nicht darüber hinweg. Auch an Ihnen nagt der Wurm. Sie sind routinierte Politiker, Sie haben einen großen Verwaltungsapparat und Sie verstehen es, nach außen die Sache noch eine Zeit zusammenzuhalten. Aber Ihre Kunst wird an dem harten Zwang scheitern: Die Zionistische Organisation muß sich auflösen, wenn sie keine Juden - Staatsorganisation ist. Als Theodor Herzl die Juden zusammenrief, Juden verschiedenster Art, hat man ihn für verrückt erklärt. Man dachte, die von ihm gerufenen Juden würden übereinander herfallen wie wilde Tiere. Aber Theodor Herzl hat das Wort vom Juden- Staat ausgesprochen, und dieser Gedanke war stärker als alles. Weil dieser Gedanke der heutigen Organisation verloren gegangen ist, sind alle einander fremd geworden, und so mußte es zu den Spaltungen kommen. Nur der Gedanke des Judenstaates kann uns wieder zusammenschmieden. Deshalb treten wir, 13 Menschen von der Judenstaatspartei, über deren kleine Zahl Sie sich lustig machen, vor Sie hin und rufen Ihnen zu: Wir sind es, die für die Einigkeit dieser Organisation mit der Tat eingetreten sind. Entweder wird unser Gedanke siegen, oder diese Organisation und mit ihr die große zionistische Sache gerät in die Gefahr, - zugrunde zu gehen. Wir werden an diesen Kongreß in Form eines Antrages die Frage richten: Wollt Ihr Euch zum Judenstcutt bekennen oder nicht? Wehe Euch, wehe der Zionistischen Organisation, wehe dem Kongreß, wenn Ihr diese Frage verneinen oder sie mit Stillschweigen beantworten werdet! (Lebhafter Beifall bei dir Judenstaatspartei). BERL KATZNELSON (Arb., tschechosloivakei — spricht hebräisch): Dem parlamentarischen Leben des zionistischen Volkes werden im ganzen einmal in zwei Jahren nur einige Tage gewidmet, und es ist schmerzlich, zu sehen, womit man diese Zeit vertut. Ich schätze den Wert der Opposition gewiß nicht gering; im Gegenteil, ich bin der Meinung, daß jede Majoritätspartei eine Opposition braucht. Möge doch jeder erzählen, womit er unsere Sache vorwärts gebracht hat! Möge auch

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