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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 291

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 291 (sequence 294)
Language
German, English, Hebrew
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Stupp, Stricker 291 Fremder im Lande ist, das bestimmt die Majorität.44 Im Jahre 19^1 hat Herr Professor Weizmann in Basel gesagt: „Wir brauchen keine jüdische Majorität in Palästina.44 Wer hat recht? Ich sage Ihnen, Herzl hat recht. Zionismus ohne Judenstaat ist eine Sache ohne Sinn. Und Arbeit in Palästina, ohne das Ziel des Judenstaates, ist Arbeit für andere. Wir sind stolz darauf, was wir in Palästina geschaffen haben, aber wir sollen nicht glauben, daß die Größe unserer Leistung eine Sicherung für uns bedeute. Im Gegenteil! Wenn wir nicht politisch gesichert sind, liegt darin eine Gefahr. Denn das arme und politisch unbedeutende Palästina, das hat uns ein jeder gegönnt. Das wirtschaftlich aufblühende Palästina, und gar das Palästina, das man als einen wichtigen weltpolitischen Schlüsselpunkt erkennt, erweckt den Neid und die Begehrlichkeit der anderen. Umso mehr müssen wir drauf bedacht sein, es politisch zu sichern (Zwischenruf: Auf welch;" Weise?). Ich glaube, Sie können von mir erwarten, daß ich es Ihnen sagen werde. Es war recht leicht, in das arme Palästina hineinzukommen (Zwischenruf: So leicht war es gar nicht!). Wenn aber heute jemand nach Palästina will, muß er ein Zertifikat haben. Wie man aber ein Zertifikat bekommt, oder besser gesagt, nicht bekommt, wissen wir ja alle. Zwischen uns und das aufblühende Palästina hat sich eine fremde Macht geschoben. Die Tür zum armen Palästina stand weit offen, die Tür zum blühenden Palästina ist bis auf einen schmalen Spalt geschlossen. Es gibt Zeiten, wo man diesen Spalt etwas erweitert, zum Beispiel in den Jahren 1933 und 1934. Man hört oft bei uns, daß unter der gegenwärtigen Exekutive eine große Einwanderung erreicht wurde. Hier sagt man: „Unter dieser Exekutive44. In den Geschichtsbüchern wird es freilich anders stehen. Da wird es heißen: „Unter der Herrschaft Adolf Hitlers44 (Lachen links). Im Hitler- Deutschland hat sich das Entsetzliche ereignet. Da mußte man die Tür ein wenig mehr aufmachen. Noblesse oblige! Aber sonst stoßen wir immer und immer wieder auf Bemühungen, uns die Arbeit in Palästina zu erschweren. Ich will nur auf eine Sache zurückkommen. Es freut mich, daß ich dies unter der guten Laune eines Teiles dieses Kongresses beginnen kann, ich fürchte aber, daß Ihre Laune durch das, was ich nun mitteilen will, kaum besser werden wird. Sie wissen, was die Einrichtung eines Gesetzgebenden Rates in Palästina für den Zionismus bedeutet. Ein schier tödlicher Schlag! Ueber den Stand dieser Angelegenheit wurde uns manches berichtet. Einmal hieß es, die Sache sei dringend, am anderen Tag, sie sei doch nicht so dringend. Hier liegt eine Nummer der „Times44 vom 15. August d. J. vor mir, in welcher der Jerusalemer Korrespondent dieses Blattes über die Angelegenheit ausführlich berichtet. Er teilt mit, daß die Regierung entschlossen sei, trotz des Widerstandes der Juden den Legislative Council einzuberufen, insbesondere deshalb, weil die Araber den Widerstand gegen die Errichtung eines Councils aufgegeben haben. Ueber die Gründe dieses Meinungswechsels in arabischen Kreisen schreibt der Korrespondent wörtlich: 19«

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