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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 239

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 239 (sequence 242)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476292--9283-3485434
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Sereni, Goldmann, Großmann, Ben-Gurion 239 auch gewußt, wie diese Tätigkeit vor sich ging, warum sie so und nicht anders geleistet wurde und warum sie hauptsächlich auf die Moschwe Owdim und die Arbeiter-Kibbuzim konzentriert war. Ohne die Arbeitersiedlungen in Palästina hätten die Tausende deutscher Jugendlicher in der gegenwärtigen schweren Krise der deutschen Judenheit keine Zufluchtstätte und keinen Arbeitsplatz, keine Möglichkeit gefunden, ein produktives jüdisches Arbeitsleben zu beginnen, üie deutsche Abteilung und die Tätigkeit des Hohen Kommissars für deutsche Flüchtlinge, über deren Tätigkeit hier mit Spott gesprochen wurde, und die Tätigkeit der selbständigen Wirtschaften in Palästina hat die Jugendlichen aus Deutschland einem Arbeitsleben zugeführt. Ich glaube, daß wir alle, die mitten in der Tätigkeit der deutschen Abteilung standen, uns keinesfalls dessen zu schämen haben, daß wir den jüdischen Untergang in Deutschland für den Aufbau des Landes ausgenützt haben. Unsere Lehrer und Führer haben uns gelehrt, die junge Generation dahin zu erziehen, daß sie lerne, die Katastrophen der jüdischen Bevölkerung in der Galuth für Aufbauarbeit auszunützen. Wir wollen die Katastrophe der deutschen Juden nicht als Stoff für Proklamationen und Proteste verwenden, die mit keiner Aufbauarbeit verbunden sind, sondern die Zertrümmerung des Judentums in Deutschland zu einem starken Hebel für den tatsächlichen Aufbau Palästinas machen. {Stürmischer Beifall. Zwischenrufe von den Sitzen der ]udensfaat spart ei in der Richtung auf das Präsidium: Sind denn die Ordner hier nur da, um zu applaudieren?) VORS. VIZEPRÄS. DR. N. GOLDMANN: Ich ersuche die Ordner, sich in Zukunft jeder Beifalls- oder Mißfallensäußerung zu enthalten. Ich erteile nunmehr das Wort Herrn Ben-Gurion zu einer Erklärung. } DAVID BEN-GURION (Mitgl. d. Exek. — spricht hebräisch): Heute früh erschien in der englischen Presse Londons auf Grund einer Information der ITA folgende Meldung: ,,Als Ben-Gurion über die Kooperation zwischen der Mandatsregierung und der Zionistischen Exekutive sprach, sagte er, daß die Geschichte diese beiden Faktoren zusammengeführt habe und daß jeder Schritt von sehen der Britischen Regierung, der geeignet ist, diese Kooperation zu schwächen, als Verrat» am jüdischen Volke anzusehen ist." Diese Nachricht erschien unter folgender Ueberschrift: „Ben-Gurion greift die britische Regierung an. Die Immigrationspolitik ist ein Raubzug gegen die Juden.44 Der Kongreß weiß genau, daß ich, als ich über die Kooperation sprach, deutlich und klar sagte, daß jeder leichtfertige Schritt eines Juden oder Zionisten, der gegen die politische Kooperation mit der englischen Regierung gerichtet ist, als Akt eines Verrates an den Erlösungsbestrebungen des jüdischen Volkes anzusehen ist. Die nichtjüdische Presse weiß nicht, daß die Agentur, die sich ITA nennt, nur das private Geschäft einer oder mehrerer Personen ist. Sie glaubt, auf Grund des Namens, daß diese Telegraphen-Agentur irgendwelche Kompetenz besitzt oder mit irgendeiner öffentlichen Verantwortung betraut ist und daß man ihre Nachrichten, besonders die Nachrichten über einen Zionistenkongreß, als wahrheitsgetreu auf-

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