Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 212 (sequence 215)
- Language
- German, English, Hebrew
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212 Siebente Kongreß-Sitzung. Donnerstag, 22. August 1935, abends. Beginn der Sitzung: 20 Uhr 35 Min. Vorsitz: Präs. Dr. Ch. Weizmann. SEKR. D. EXEK. ISRAEL COHEN verliest eine Reibe von Begrüßungsschreiben an den Kongreß, darunter das folgende von Lord Stielt: „Lieber Herr Professor Brodetskyl Es ist jetzt beinahe 6 Jahre her, seit ichin Palästina al9 Mitglied der Shaw-Kommission war, aber die Kindrücke, die ich damals von seinen Problemen und seinen Möglichkeiten hatte, bleiben außerordentlich lebhaft, und mein Interesse an dem, was dort geschieht, ist ungeschwächt. Soweit ich beurteilen kann, ist der Fortschritt, der seit den düsteren Tagen vou 1929 gemacht wurde, höchst ermutigend und weit über unsere Erwartungen hinausgehend, und das mu!3 dem jüdischen Volke in der ganzen Welt Genugtuung bereiten. In der letzten Entwicklung in Palästina gibt es gewisse Züge, die mir zuweilen eine gewisse- Besorgnis verursachen. Ich hoffe und glaube jedoch, daß das nur Schmerzen des Wachstums sind, die ja immer mit der schnellen Entwicklung verbunden sind, und ich bin sicher, daß man ihnen sorgfältige Aufmerksamkeit schenken und daß die Führer und die Gefolgschaft der zionistischen Bewegung, wenn es nötig wird, eine entsprechende Aktion unternehmen werden. Ich sehe daher mit Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft, und indem ich diesen Uruß an dio Mitglieder des Kongresses und besonders an diejenigen, di<> aus Palästina selbst kommen, sendo, erlaube ich mir su sagen, daß ich der Not« wendigkeit engerer und immer zunehmender sozialer Beziehungen zu den arabischen Arbeitern, unter denen sie leben und arbeiten, die größte Bedeutung beimesse. Ihr aufrichtiger SneH." Von Lady Snowden ist das folgende Schreiben eingegangen: ,.Lieber Dr. Sokolow! Wenn der Termin Ihres Kongresses zehn Tage später gewesen wäre, dann wäre es mehr als möglich, daß ich es hätte einrichten können, bei der Eröffnung anwesend zu sein. Wie die Dinge liegen, zwingen mich jedoch ernste Familienkomplikationen, hier zu bleiben. Es tut mir wirklich leid, aber es ist schon sehr lange her, seit ich über meine Zeit vollständig frei verfügen konnte. Ich hoffe, Sie werden einen glücklichen und erfolgreichen Kongreß haben, glücklich in dem Gedanken des endgültigen Sieges; denn glücklich kann keiner von Ihnen sein in dem Gedanken an die von grausamen Ignoranten inszenierten dummen Verfolgungen der Angehörigen Ihrer großen Rasse in Deutschland. Aber was in> Palästina geschieht, muß die Herzen der Verfolgten ermutigen, wenn sie davon hören, wie ihre Brüder mutig im Lande ihrer Väter Pionierarbeit leisten. Wir beide senden Ihnen und unseren Freunden von der Jewish Agency unsere warmen Grüße. Mit freundschaftlichen Grüßen Ethel Snowden." Von Sir John Russell, Direktor der Rothamstead Agricultural Station, England, hat der Kongreß folgendes Schreiben erhalten: „Lieber Herr Sokolow! Uebermitteln Sie, bitte, Ihren Kollegen und den Delegierten meine aufrichtigen Wünsche für den Erfolg des Kongresses. Sie haben