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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 197

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 197 (sequence 200)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Ussischkin 197 beiden letzten Jahren mehr als 100.000 Juden ins Land; aber unter diesen Menschen befindet sich, wenn auch in kleiner Zahl, — vielleicht ein Prozent, oder gar nur ein halbes Prozent — ein Element, das uns das Leben im Lande vergiftet und in der Bodenfrage eine Atmosphäre schafft, daß wir vor dem Abgrund stehen. Ich habe es schon einmal gesagt und scheue mich nicht, es vor der ganzen jüdischen Welt zu wiederholen: Die Menschen, die aus dem Boden Erez Israels ein Geschäft machen, aus dem man große Gewuine ziehen kann, sind für mich Perbrecher und Feinde ihres Volkes (Beifall). An den Boden Palästinas muß man mit heiliger, bebender Scheu herantreten, nicht mit Krämergeist. Boden ist dazu da, daß er Menschen übergeben werde, die darauf arbeiten, und es ist ein Verbrechen, den Boden Erez Israels in ein Objekt des Handels, des Gewinns und der Spekulation zu verwandeln. In zivilisierten Staaten wprde man Menschen, die das Land ihrer Väter verkaufen, hängen oder erschießen. (Beifall). Ich bin gewiß nicht dagegen, daß jemand in großem Umfang Boden kauft, um darauf eine Siedlung zu errichten. Ich bin überhaupt nicht' gegen Privatkäufe, da ich zu meinem großen Bedauern nicht daran glauben kann, daß es in der nächsten Zeit möglich sein wird, mit den Geldern, die das jüdische Volk dem K.K.L. zur Verfügung stellt, jene Millionen von Dunam zu kaufen, die wir im Lande zu erlösen haben. Es sollen uns also auch Privatpersonen zu Hilfe kommen. Aber die Bedingungen, unter denen Privatpersonen sich heute mit dem Kauf und Verkauf von Boden befassen, sind verbrecherisch. IPas wird in Zukunft geschehe?!? Ich will zunächst über einiges sprechen, was nach dem heutigen Maßstab unbedeutend ist. Wir werden in Kürze einige weitere neue Punkte errichten. Wir haben den Hauptteil des Emek Jesreel, den Hauptteil des Emck Scbulon und des Emek Chefer erlöst. Jetzt gehen wir daran, einen vierten Emek zu erlösen. Bis heute haben wir von ihm nur 20.000 Dunam erlöst. Im Herbst wird die Besetzung des Bodens beginnen. Wir schaffen dort, nach Beratung mit dem Kolonisations-Departement der Exekutive, drei Siedlungspunkte: ein.en Punkt für junge Chaluzim der Organisation Akibah, einen Punkt für den Irgun des Haschomer Hazair und einen dritten für Juden aus Saloniki. Wir hoffen, schon in der allernächsten Zeit mit dem Aufbau des großen Siedlungspunktes beginnen zu können, den der letzte Kongreß beschlossen hat und der den Namen des verstorbenen Chajim Arlosoroff tragen soll. Er wird neben Kinereth in der Umgegend von Zemach errichtet werden. Die Bodenfläche beträgt nahezu 10.000 Dunam, Der Kuschan über den Boden lautet bereits auf unseren Namen. Wir haben ferner ein Bodenstück für einen Irgun südlich von Gederah, zwischen Gederah und Beer Tuwiah, vorläufig etwa 1800 Dunam, erworben. Diese Fläche beabsichtigen wir zu vergrößern, und wir werden dort mit der Errichtung eines Siedlungspunktes beginnen. Und zum Schluß: Heute morgen haben sie feierlich beschlossen.

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