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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 151

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 151 (sequence 154)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Sokolow 151 bau Erez Israels, beschäftigten ihn die Fortschritte im Lande. Baron Rothschild war ausgezeichnet durch starken Charakter, festen, unerschütterlichen Willen. Er trug in seiner Seele das Ideal unserer alten Propheten, die historische Vision der nationalen Ueberlieferung in seinem Herzen. Unaufhörlich pries er diesen Lebensquell. Er wußte, daß auch beim mächtigsten Volke die Lebenskraft versiegt, wenn diese lebendigen Quellen verstopft werden. Dabei war die Treue zur Tradition bei ihm nicht engherzig, sondern er nahm an allem Großen, was menschliche Kultur geschaffen, Anteil und wünschte sehnsuchtsvoll, in Erez Israel die Vereinigung des jüdischen Geistes mit der Weltkultur zu schauen. Das neue Frankreich hat diesen herrlichen Menschen hervorgebracht, ihm Geschmack und Anmut verliehen. Aber je weiter er auf dem Wege zur Kunst und Kultur Frankreichs und der Welt fortschritt, um so stärker wurde in ihm die Erkenntnis, daß der Glaube, den unsere Propheten uns gelehrt haben, auf unerschütterlichen Grundlagen ruht, um so fester die Erkenntnis, daß Erez Israel für den Bestand des Judentums notwendig ist. Nun ist diese herrliche Gestalt den Augen unserer Zeitgenossen für immer entschwunden. Vor kurzem folgte ihm auch seine Lebensgefährtin ins Grab, Frau Adelaide de Rothschild, eine wackere, wohltätige Frau, eine Jüdin, in der Gefühl für nationale Würde lebte. Ehre ihrem Andenken! Möge die Trauer der ausgezeichneten Familie, die durch Wohltätigkeit und Treue zum Volke hervorragt, gelindert werden durch das Bewußtsein des Ruhmes ihres Oberhauptes, das sein Leben der Rettung seines Volkes und dem Aufbau Palästinas gewidmet hat. Neben diesen Männern, die die Zierde und der Stolz unseres Volkes waren, verloren wir in den letzten beiden Jahren eine Reihe von Persönlichkeiten, die an führender Stelle in unserer Bewegung gestanden haben, darunter einige, die dem Zionismus von seinen ersten Anfängen an gedient haben. Wir verloren unseren Freund, Dr. Schimschon Rosenbaitm, einen der Führer im russischen Zionismus und im litauischen Judentum. Es war ihm nur noch wenige Jahre vergönnt, seine Kräfte in Erez Israel selbst in den Dienst unseres Werkes zu stellen. Aber auch hier bewährte er seine Hingabe an unsere Idee. Wir verloren Dr. Josef Safir; den treuen Mitarbeiter aus dem Kreise der Odessaer Zionisten, der auch in Erez Israel nicht aufhörte, seine reichen Gaben und sein treues Herz den Freunden in Zion zur Verfügung zu stellen. Mitten aus der Arbeit an der Durchführung neuer Pläne wurde uns ferner David Zrietscb entrissen, ein Mann, der sein Leben lang mit immer neuen Ideen die Verwirklichung des Zionismus zu fördern sich bemühte, der den Fortschritt unserer Aufbauarbeit in Erez Israel nicht nur mit Kritik begleitete, sondern schöpferische Gedanken zur wirtschaftlichen Entwicklung des jüdischen Palästina beigetragen hat. In England ging in diesen zwei Jahren einer der ergebenen Mitarbeiter und Freunde unseres Führers Herzi, Sir Francis Atontefiore,

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