Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 126 (sequence 129)
- Language
- German, English, Hebrew
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126 j. Kongreß-Sitzung: Wirtschaftsreferat wärtig etwa 25 bis 27 Prozent der Gesamtzahl der jüdischen Arbeiter im Lande. Im Laufe dieser Jahre hat sich auch die Getreide- und die gemischte Landwirtschaft entwickelt. Dr. Ruppin wird Ihnen ein umfassendes Bild der gesamten landwirtschaftlichen Entwicklung und der verschiedenen Probleme geben, die mit dieser Entwicklung verbunden sind. 'Zusammenfassend will ich sagen, daß der jüdische Jischuw in Palästina jetzt auf 350.000 Seelen gestiegen ist, von denen 90 Prozent si^h selbst erhalten. Der Arbeitslohn, der in der jüdischen Wirtschaft im Lande gezahlt wird, ist auf 6 bis 7 Millionen im Jahre gestiegen. Am Anfang des Krieges zählte das Land etwa 80.000 Juden, davon lebten etwa 75 Prozent von der Chalukkah. Die jüdische Einwanderung hat so zu einer gewaltigen Entwicklung im VPirtscJkift sieben ganz Palästinas geführt. DIE REGIERUNGSEINNAHMEN. Im Verlaufj von 5 Jahren, vom Jahre 1927 bis 1932, betrugen die Einnahmen der Regierung durchschnittlich 2,400.000 Pfund, i n Jahre 1932/33 stiegen sie auf 3 Millionen Pfund, im Jahre 1933/^4 waren sie nahe an 4 Millionen, 1934/35 stiegen sie auf über 5 Millionen. Der Emnahmenüberschuß der Regierung betrug Anfang Ap'ü 1933 il/4 Millionen Pfund, Anfang April 1934 21/2 Millionen, Anfang April 1935 4 Millionen, und bis zum Ende des gegenwärtigen Rechnungsjahres dürfte er auf 7 Millionen Pfund steigen. Auch der Geldumlauf im Lande ist sehr gewachsen, und zwar von 2,800.000 Pfund am 1. April 1933 auf 5 Millionen Pfund am heutigen Tage. Die Regierung selbst erkennt heute an, daß der Zmvachs der Einnahmen eine Folge der jüdischen Einwanderung und des gewaltigen durch Juden investierten Kapitals ist und daß auch nur die jüdische Einwanderung die großen Arbeiten ermöglicht, die im Lande durchgeführt wurden und werden. Das ganze Land ist in das Stadium einer großen Entwicklung eingetreten. Vor unsern Augen geht eine Revolution im wirtschaftlichen Leben Erez Israels vor sich. DIE STELLUNG DER ZIONISTISCHEN ORGANISATION IM AUI- BAUWERKE. Die schnelle Entwicklung des Landes war jedoch nicht von einer entsprechenden Zunahme der nationalen und politischen Kraft der Zionistischen Organisation begleitet. Als die jetzige Exekutive ihr Amt antrat, fand sie die Zionistische Organisation zersplittert, durch inneren Streit, der mitunter fast zum Bruderkrieg wurde, geschwächt und die Finanzwirtschaft der Zionistischen Organisation in einem elenden Zustande vor. Die Einnahmen der zionistischen Fonds befanden sich im Laufe der letzten Jahre in einem Zustand des Sinkens. Die Einnahmen des Keren Hajessod hatten im Jahre 5693 ihren Tiefpunkt erreicht, 160.000 Pfund gegenüber mehr als einer halben Million