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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1937-01-01 · 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935 · p. Seite 119

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
Date
1937-01-01
Page
Seite 119 (sequence 122)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Brodetsky 119 geeinigte politische Front zu verschaffen, die ihr den Rücken stärkt, wenn sie daran geht, sich mit den politischen Problemen und Schwierigkeiten zu beschäftigen, die ihr entgegentreten werden. Von diesem Kongreß muß der Ruf an die Judenheit der ganzen Welt ergehen, sich zu einer noch nie dagewesenen Konzentration der Kräfte zu vereinigen. Lasset uns den XX. Kongreß zu einem Kongreß der zwei Millionen Schekel machen. Wir können es erreichen, die Judenheit erwartet es von uns, erwartet von uns gewaltige Taten. Wenn das Unglück in den letzten Jahren über uns hereinbrach, dann war es für das jüdische Volk und für zahlreiche nichtjüdische Freunde eine Enttäuschung, daß die Zionistische Organisation sich nicht zu der Höhe erhob, die ihrer Verantwortung und der Größe ihrer Aufgaben entspricht. Auf diesem Kongreß muß eine gewaltige Anstrengung für nationale Erziehung und Propaganda geschaffen werden, damit Millionen von Juden, die potentiell Anhänger unserer Aufgabe sind, zu einer tatsächlichen Zusammenarbeit mit uns in unseren Reihen gebracht werden, damit die verzweifelten Massen der jüdischen Jugend, die sich nach nationaler Rettung sehnen, diesen Ruf vernehmen und von Mut und Hoffnung erfüllt werden, damit die Ideale des Zionismus und der Chaluziuth gegenüber den gefährlichen Einflüssen persönlicher Interessen erhalten bleiben, damit der Zionismus wieder die Heimat der jüdischen geistigen Kräfte und der hebräischen Kultureinflüssc werde. Dies ist der größte Beitrag, den dieser XIX. Zionistenkongreß dem jüdischen Volke zur Stärkung unserer politischen Situation geben kann. Wenn er es tut, dann wird dieser Kongreß eine neue Aera im jüdischen Leben einleiten (Lebhafter, langanhaltender Beifall). ERKLÄRUNG DES MISRACHL RABBI SAMUEL BROD (Misr., Polen — spricht hebräisch): Im Namen aller Teile der Misrachi-Fraktion habe ich folgende Erklärung abzugeben: Mit Sorge betrachten wir den anarchischen religiösen Zustand in Erez Israel. Die Heiligtümer des Volkes werden zerstört und entweiht in Stadt und Land, sowohl in privaten Wirtschaften als auch auf nationalem Boden. Der Sabbath, das Heiligste der Heiligtümer des jüdischen Volkes, wird in erschreckender Weise entweiht. Man läßt arbeiten und arbeitet selbst an Sabbath und Feiertagen auf dem Bai* und beim Pflanzen, beim Ackern und Säen, in Handel und Industrie. Das Essen von trefenen Speisen an öffentlichen Orten wird immer mehr zu einer alltäglichen Erscheinung. Die Zuchtlosigkeit in Erez Israel nimmt erschreckende Formen an, die große Gefahr der Zerstörung der Religion, der Entweihung der Thora Israels droht unserem Volke in Erez Israel, unserer Zukunft und Hoffnung. Früh und spät, zu allen Zeiten fordern wir von der Zionistischen Organisation, unter deren Aufsicht das religiöse Gebiet steht, ener-

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