Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 78)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3476254-3476292--9119-3485270- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
TF Gr oiie wann i3 i j j sind, nicht immer gleich die Kandidaten zu streichen, sondern durch gewisse Finanzmaßnahmen eine erzieherische Wirkung auszuüben. \ Wir haben noch eine Menge anderer Beschwerden. Es wird notwendig j sein, eine Aenderung der Wahlvorschriften vorzunehmen. Wir haben! es endlich erreicht, daß fast überall Wählerlisten angelegt sind, aber das < genügt nicht. Wir müssen darauf bestehen, daß in jeder Wählerliste! der Name und die Adresse jedes Wählers und ferner daß auf jedem Schekel künftig auch das Alter der Schekelzahler angegeben ist. Vielleicht wird es, meine Damen, genügen, daß nur angeführt werde, wer 1 über 18 Jahre alt ist und daß die übrigen Jahre im" Gnadenwege erlassen werden können (Heiterkeit).! Eine Bemerkung noch über das System der Listenkoppelung. Unsere * Gesetze lassen es zu, daß Listen gekoppelt werden, aber es geht nicht an, daß auf diesem Wege zwischen den Parteien Abmachungen ge- \ troffen werden, welche die Wahlergebnisse verändern. Eine Koppelung! ist eine reguläre Ehe und nicht ein Verhältnis irgendwelcher anderer i Art (Heiterkeit). \ Der Wahlkampf war zum Teil sehr scharf. Das ist an sich erfreulich und spricht für das Interesse. Aber ich habe schon einmal gesagt, es gibt nichts, was für die Moral so gefährlich wäre wie der Idealismus. Denn manche unserer Wahlwerber haben sich aus Idealismus veranlaßt \ gesehen, Manipulationen vorzunehmen, die für uns nicht passen. Es gibt keine schlimmere Disziplinlosigkeit, als die Meinung der Wähler j zu verfälschen. Wer sich nicht nach unseren Gesetzen richtet, der gehört nicht in unsere Reihen. Wir haben Veranlassung genommen, in einigen Fällen das Nötige vorzukehren, um diese Personen aus unseren Reihen j zu entfernen. Wir werden bitten, daß der Kongreß dem Aktionskomitee j die Vollmacht gibt, auf Antrag des Kongreßgerichtes in solchen Wahlgebieten, in welchen sich Mißstände herausgestellt haben, denen jetzt j nicht abgeholfen werden kann, einen Kommissar zur diktatorischen ■ Durchführung der Wahl im Auftrage der Exekutive zu entsenden j (Einige Delegierte klatschen Beifall). Ich sehe, daß ich von den be-; treffenden Ländern verstanden werde (Heiterkeit). * Sehr bedauerlich ist, daß die Zahl der Schekel, die im kongreßlosen Jahre gezählt werden, in vielen Ländern ganz erheblich kleiner ist als die Zahl im Kongreßjahre. Das deutet darauf hin, daß man den Schekel in seiner Bedeutung nicht erfaßt hat. Zahlenmäßig trifft dies auch für Erez Israel zu, aber hier hat es andere Ursachen. Die Zahl der Juden in Palästina ist vom kongreßlosen Jahre zum Kongreßjahre gewaltig gewachsen. Nun will ich Ihnen das Ergebnis unserer Entscheidungen in Ziffern darstellen. Es gibt 38 Wahlgebiete, darunter drei Wahlgruppen. In England haben wir das Wahlgebiet in zwei Wahlkreise geteilt. In 24 Wahlgebieten fanden Wahlen statt, während in 14 Wahlgebieten der Wahlakt entfiel, da nur eine Liste eingereicht war oder in den gesamten Wahlvorschlägen nicht mehr Kandidaten vorhanden waren, als das Gebiet j