Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 75)
- Language
- German, English, Hebrew
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72 Zweite Kongreß-Sitzung. Mittwoch, 21. August 1935, vormittags. Beginn der Sitzung: io Uhr 45 Min. Vorsitz: Präs. d. Zion. Organis. Dr. N. Sokolow. DR. N. SOKOLOW (Präs. d. Zion. Organis., eröffnet die Sitzung und erteilt das Wort zur Verlesung von Begrüßungsschreiben ): SEKRETÄR ISRAEL COHEN (der die folgenden Schreiben verliest): Die amerikanische Pro Palästina-Föderation hat das folgende Begrüßungs-Telegramm an den Kongreß gesandt: Die amerikanische Pro-Palästina-Federation wüoscht erfolgreichen Kongreß und geeinte jüdische Front gegenüber den Wiederau flehenden Grausamkeiten der alten Zeiten. Charles Edward Russell, Präsident. Vom Internationalen Büro für den Frieden, Genf, ist ein Schreiben an den Kongreß eingetroffen, in dem es heißt: Sie wissen, Herr Präsident, meine Damen und Herren, daß das Internationale Büro für den Frieden stets mit Sympathie die Anstrengungen verfolgt hat, welche das jüdische Volk macht, um alle Positionen zu halten, die es mit seiner Arbeit, seiner Intelligenz und seiner Hingabe an die allgemeinen Interessen der menschlichen Gemeinschaft erobert hat. Das jüdische Volk hat dein von uns unternommenen Werk kostbare Mitarbeit und nie versagende Unterstützung geliehen. Darum wünschen wir, daß Ihr XIX. Zionistenkongreß all die ausgezeichneten Ergebnisse zeitige, welche Sie vom Kongreß erwarten, und ferner, daß für uns alle eine Aora wechselseitigen Wohlwollens und des Frieden* unter allen Völkern und allen Mensehen anbreche. fm Namen des Internationalen Büros für den Frieden: Der Generalsekretär: II. Golay. PRÄSIDIALSEKRETÄR DR. G. HERLITZ (verliest sodann das folgende Schreiben des Sachverständigen im Berner Prozeß um die Echtheit der „Protokolle der Weisen von Zion", Herrn C. A. Loosli, Bern): Da ich mich im letzten Augenblicke verhindert finde, an der feierlichen Eröffnung des XIX. Zionistcnkongresses teilzunehmen, bleibt mir zu meinem aufrichtigen Bedauern nur übrig, Ihnen für die Ehre Ihrer liebenswürdigen Einladung dazu nochmals verbindlich zu danken. Ich knüpfe daran den aufrichtigen, herzlichen Wunach, es möchten die kommenden Tagungen in jeder Hinsicht fördernd, fruchtbar und erfolgreich ausfallen. Mögo der XIX. Zionistenkongreß einen Schritt vorwärts, einen Markstein des Fortschrittes zu der Lösung der heute alle Denkenden und alle menschlich Empfindenden beschäftigenden und bedrängenden Judenfrage bedeuten, die letzten Endes eine Frage der Menschlichkeit und der Menschheit schlechthin bedeutet, um deren endgültige, befriedigende Beantwortung die gesitteten Völker nicht mehr herumkommen können. C. A. Loosli.