Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 19 (1937) Luzern, 20. August bis 6. September 1935
- Date
- 1937-01-01
- Page
- Seite 42 (sequence 45)
- Language
- German, English, Hebrew
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42 /. Kongreß-Sitzung: Eröffnung und Erfolg begannen — gehindert werden, diese Arbeit in großem Maßstabe in dem einzigen Lande zu machen, das sich dafür eignet? Wir haben in die Weisheit der Mandatarmacht und den Gerechtigkeitssinn des britischen Volkes das volle Vertrauen, daß es möglich sein wird, die Schwierigkeiten stufenweise zu beseitigen. EINIGKBIT TUT NOT. Damit der Erfolg unsere Bemühungen auch fernerhin kröne, zum Heil der Völker des Ostens, zum fortschreitenden Gedeihen eines auf produktiver Arbeit beruhenden Friedens, und damit unser Volk aus tiefem Elend zu einem festen, einigen Ganzen emporsteige, brauchen wir vor allem Einigkeit. Wir leben in einer Zeit, die den Zusammenschluß des jüdischen Volkes gebieterisch erheischt. Am heutigen Tage, da wir in das 38. Jahr unserer Organisation eintreten, geloben wir uns in doppelter Inbrunst Treue und Verständnis. Es ist eine lange Bahn, die unsere Organisation seit der Zeit zurückgelegt hat, da sie im Hause des einen Vaters, des unsterblichen Theodor Herzl, ihren Ursprung nahm. Einigkeit gibt Stärke, nur Einigkeit schafft Werke. Der Zionismus Ist dank seiner einheitlichen Organisation zu einer großen Volksbewegung geworden, weil man sich über die Parteiunterschiede hinweg die Hände reichte. Wir wollen auch fernerhin sein ein einig Volk von Brüdern, jeder treu auch seinen sonstigen Idealen, aber alle vereint im großen, umfassenden zionistischen Ideal. DER GLAUJ3E AN DIE EIGENE KRAFT. Wir glauben an die Propheten Israels: sie hatten eine klare Vision von den Dingen, wie sie sich heute in Erez Israel vor den Augen der ganzen Welt abspielen. Wir haben auch den Glauben an unsere eigene Nation. Wir glauben, daß trotz des ganzen Elends unserer Zeit der Bau des Wiederauflebens aufrecht erhalten und vervollkommnet wird, der durch Chibath-Zion in viel ungünstigerer Zeitperiode und unter harten Bedingungen in einem bedeutenden Umfange entwickelt wurde, und daß die Festigkeit und Willenskraft, die zu diesem Zwecke notwendig sind, in steigendem Maße durch Kühnheit des Unternehmens, emsigen Fleiß, unaufhörliche Bemühungen und allergrößte Opfer das Werk sichern und der Vollendung näher bringen werden. ISRAEL — DER PIONIER DES OSTENS. Israel ist das älteste und zugleich — in dem Werke des Wiederaufbaues— das jüngßte der Kulturvölker. Vor hundert Jahren stand Israel mit niedergeschlagenen Augen und gekrümmtem Rücken, ein Ahasver, ein Geächteter in der ganzen Welt. Jetzt steht Israel als stolzer Arbeiter, a|s Pionier der Zivilisation im Osten. Dieser neue Erez-Israel-Jude denkt nicht daran, die Araber oder irgend jemand zu beherrschen. Er ist frei in seinem Handeln — er denkt und spricht