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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 617

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 617 (sequence 619)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--9026-3485176
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Popper, Makrai 617 NEVILLE LASKI {England — spricht englisch): Wir haben jetzt die neue Exekutive, das Administrativkomitee und einen neuen Vorsitzenden des Administrativkomitees zu wählen und wir würden ihnen die Hände binden, wenn wir jetzt lange Reden halten wollten. Die neue Exekutive sollte die Möglichkeit haben, frei zu arbeiten. Dr. LEOPOLD MAKRAI (Rumänien — spricht deutsch): Man hat uns zum Vorwurf gemacht, daß wir unsererseits nichts für den Aufbau Palästinas geleistet haben. Man muß jedoch bedenken, daß wir ja gerade deshalb zur Jewish Agency berufen wurden, weil wir schon vorher große Beträge für den Keren Hajessod gesammelt haben. Man hat uns weiter zum Vorwurf gemacht, daß wir nicht die Massen hinter uns haben. Dazu muß man wieder bemerken, daß auch Herzl mit einer kleinen Schar begann, welche eben die übrigen vertrat. Und so vertreten auch wir, wenn wir auch wenige sind, den nichtzionistischen Teil des Judentums. Ueberdies ist zu bedenken, daß wir es waren, die den Zionisten die Massen, die hinter ihnen stehen, zugeführt haben. Was unsere Organisation und Propaganda betrifft, so fehlt es gewiß nicht an Vereinen und nicht an Wahlen. Was uns fehlt, ist die neue Methode, um unser Finanzinstrument lebendig und elastisch zu machen. Es fehlt an genügender Aufklärung über unsere Organisation, es fehlt weiter an einer zentral geleiteten Propaganda und es fehlt weiter die Kontrolle seitens der nichtzionistischen Mitglieder. Es soll ein engerer Kontakt zwischen den Keren Hajessod-Spendern und der Zentrale geschaffen werden, die Spender sollten das Gefühl haben, daß sie auch etwas mit der Kontrolle über die Verwendung des Geldes zu tun haben. Ferner würde ich vorschlagen, daß sich vielleicht besondere Gruppen bilden, die die Ausgaben der Zentrale für Propaganda beistellen, sagen wir Gruppen, von denen jedes Mitglied i Pfund jährlich, andere, von denen jedes Mitlied i Pfund in zwei Jahren zahlt usw. Die Vertreter sollen dann von den einzelnen Gemeinden kommen, so daß jede Gemeinde ihren Vertreter hat. So wird man eine größere Vertretung schaffen und der Zentrale ermöglichen, ihre Ausgaben zu decken, daß aber die Spender im allgemeinen sehen, daß ihre Spenden voll für das Aufbauwerk verwendet werden. Es ist auch notwendig, daß wir immer im Kontakt mit den Zionisten stehen und ihre Arbeit kennen lernen. VORS. PROF. SPEYER: Ich schlage vor, daß die Reorganisierung der nichtzionistischen Hälfte der Jewish Agency einer Kommission anvertraut werden soll, welche aus Dr. Armin Weiner und Dr. Hugo Herrmann für Europa, Professor Karpf und Mr. J. C. Hyman für Amerika bestehen und die durch weitere Mitglieder ergänzt werden soll, die später von der Exekutive zu bestellen sind. (Nach Abstimmung:) Der Vorschlag ist einstimmig angenommen. Ich schlage nun vor, Mr. Neville Laski zum Vorsitzenden des Administrativkomitees zu wählen.

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