Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 535 (sequence 535)
- Language
- German, English, Hebrew
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535 Aussprache, die bei der letzten Sitzung der Mandatskommission über die Frage der jüdischen Kolonisation in Transjordanien stattgefunden hat. Der Kongreß drückt seine Hoffnung aus, daß mit Hilfe der Mandatarmacht ein Weg gefunden wird, um diese Kolonisation zu ermöglichen, die ein gemeinsames Interesse des jüdischen Volkes, das Arbeits- und Siedlungsmöglichkeiten für seine verelendeten Massen braucht, und der Bevölkerung Transjordaniens darstellt, welche neues Kapital und neue Unternehmungen für die Entwicklung des Landes benötigt. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, ihre Bemühungen fortzusetzen, um die Beziehungen gegenseitiger Verständigung zu fördern und den Weg für eine gemeinsame Aktion von Juden und Arabern im westlichen Palästina und in Transjordanien zu bahnen. IV. FORDERUNGEN AN DIE ADMINISTRATION. 12. SUBVENTIONEN FÜR ERZIEHUNGS- UND GESUNDHEITSZWECKE. Der Kongreß betont das Recht des Jischuv in Palästina, von der Regierung eine seinen Bedürfnissen angemessene Subvention für sein Erziehungs- und Gesundheitswesen zu verlangen. Der Kongreß nimmt Kenntnis von der Vergrößerung der Subvention für das jüdische Erziehungswesen und von der erstmaligen Gewährung einer Subvention für das Gesundheitswesen und für landwirtschaftliche Forschungsarbeit der Jewish Agency. Der Kongreß hält aber diese Subventionen nicht für genügend im Verhältnis zu den Lebensnotwendigkeiten des Jischuv und zu seinem Beitrag zu den Einnahmen der Regierung. Der Kongreß ersucht die Exekutive, ihre Bemühungen um die Erhöhung der Subventionen auf ein diesem Beitrag entsprechendes Maß fortzusetzen. 13. JÜDISCHER ANTEIL AN ÖFFENTLICHEN ARBEITEN. Der Kongreß nimmt die Entscheidung der Palästina-Regierung zur Kenntnis, wonach sie Maßnahmen treffen werde, damit jüdische Arbeiter einen festgesetzten Anteil an den öffentlichen Arbeiten erhalten. Er betrachtet dies als ersten Schritt zur Erfüllung der diesbezüglichen Zusage in dem Briefe des Ministerpräsidenten an Dr. Weizmann. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, ihre Bemühungen fortzusetzen, um den Anteil der jüdischen Arbeiter an öffentlichen Arbeiten auf ein Niveau zu bringen, das dem Beitrag der Juden zu den Einnahmen der Regierung genauer entspricht und den jüdischen Arbeitern die Zuteilung eines entsprechenden Anteils auch an den Arbeiten der Stadtverwaltungen zu sichern. 14. SUBVENTION FÜR RABBINISCHE GERICHTSHÖFE. Der Kongreß unterstützt den wiederholt vom Waad Leumi und dem Oberrabbinat Palästinas erhobenen Anspruch der Knesseth Israel auf eine Subvention aus Staatsmitteln zum Budget der rabbinischen Gerichtshöfe entsprechend der Praxis der Regierung in Bezug auf die mohammedanischen Schariat-Gerichte. 15. RECHTE DER HEBRÄISCHEN SPRACHE. Der Kongreß fordert die Exekutive auf, Maßnahmen zu ergreifen, um die Rechte der hebräischen Sprache in den Regierungsämtern, sowie die Benützung des hebräischen Alphabets im Telegraphenverkehr Palästinas zu sichern. V. RUSSLAND. 16. PROTEST GEGEN VERFOLGUNG DES ZIONISMUS. Angesichts der ununterbrochenen und wachsenden Verfolgungen gegen die Träger des Zionismus in Sowjetrußland wiederholt der XVIII. Zionistenkongreß seinen energischen Protest gegen diese seitens der Sowjetregierung unter unwahren Vorwänden