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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 523

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 523 (sequence 523)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Katznelson, Juniczmann, Weinstein, Kernes 523 DEL. WEINSTEIN: Im Namen meiner Gruppe, der Judenstaatspartei, habe ich folgende Erklärung abzugeben: Nicht nur die persönliche und Parteizusammensetzung der neuen Exekutive bestimmt unsere Stellung zu ihr, sondern auch ihr Verhältnis zu den wichtigsten zionistischen Fragen, wie der Frage der deutschen Juden, der zionistischen Politik, England und der Palästina-Regierung gegenüber, sowie ihre sozialen Anschauungen sind die Ursache, daß wir kein Vertrauen zu dieser Exekutive, ihrer Tätigkeit und Politik haben können. Ihr künftiges Verhältnis zu den genannten Fragen wird unsere Stellung zu ihr in Zukunft bestimmen. DIE WAHLEN. BERICHTERSTATTER DAVID REMES: Jene, die hier Deklarationen abgegeben haben, hatten leichte Arbeit. Ich bedaure, daß sie mich in die Lage versetzt haben, ihnen, wenn auch nur kurz und milde, zu antworten. Ich hätte es nicht getan, wenn diese Deklarationen nach meinen Mitteilungen gekommen wären. Sie aber haben gegen eine Exekutive gesprochen, von der der Kongreß noch nicht weiß, wie sie aus sieht {Unruhe rechts). Ich glaube, daß die beste Antwort auf alle diese Deklarationen die Zusammensetzung der Exekutive sein wird, wie ich sie im Namen des Permanenzausschusses dem XVIII. Zionistenkongreß vorzulegen, die Ehre habe. Es ist keine leichte Sache, eine Zionistische Exekutive zu bilden, selbst in normalen oder in der guten alten patriarchalischen Zeit war das nicht leicht. Wir sind in unserer zionistischen Entwicklung noch nicht so weit gekommen, die Exekutive am dritten Tag des Kongresses zu wählen, dann dem Kongreß ein Programm vorlegen und darüber zu verhandeln. Wir sind noch nicht so weit, daß wir unsere Arbeit so einrichten können, wie es eine Bewegung macht, die große Gegensätze in sich trägt und auf der die große Aufgabe ruht, ihr Ziel erreichen zu müssen. Die Kongresse der letzten Jahre beenden ihre Arbeit in nervöser Stimmung, nach einer durchwachten Nacht. In dem Moment, der der höchste sein sollte, in dem Moment der Vereinigung, wo die Exekutive gewählt wird — seht Euch doch in diesem Moment nur die leeren Bänke an, die nicht nur der neuen Exekutive nicht huldigen, sondern auch nicht dem Geist von Liebe und Frieden, den man hier so oft im Munde führte! Ich glaube nicht, daß die Parteien, die sich in ihren Deklarationen so scharf gegen den Parteigeist ausgesprcohen haben, wenn sie die Zusammensetzung der Exekutive in der Hand gehabt hätten, den Parteigeist beiseite gelassen hätten. Die Verhandlungen zur Schaffung einer breiten Koalition sind die ganze Zeit über geführt worden, und keinen einzigen Moment bis vor zwei Stunden, wo der Permanenzausschuß seine letzte Sitzung abhielt, war für irgend eine Partei, mit Ausnahme der Revisionisten, die Tür zur Beteiligung geschlossen. Und nun möchte ich Ihnen die neue Exekutive nennen, in deren Hände wir für die nächsten zwei Jahre die zionistische Bewegung, das Los der zionistischen Arbeit und die Würde der Zionistischen Organi-

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