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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 517

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 517 (sequence 517)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476290--8924-3485074
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Jaari, Wahrhaftig, Meretninski u. a% 517 da es sich herausgestellt habe, daß in keinem Statut Bestimmungen über den Schütz der Fahne oder der Hymne enthalten sind. Darauf haben wir aber erklärt, beim vorigen Kongreß h'abe jemand die Fahne entfernt, der Täter sei verklagt worden und das Ehrengericht habe es nach seinem Statut für möglich gefunden, die Sache zu behandeln. Dann sind aber der Vertreter der Revisionisten und der Misrachist Radzynski aufgetreten und haben erklärt, daß es nach den Statuten des Ehrengerichtes in solchen Fällen nur eine Strafe für einzelne, nicht aber für Gruppen gibt. Wir haben beschlossen, die Strafbestimmungen auch auf Körperschaften auszudehnen. Der Kongreßanwalt und die Mitglieder der Kommission, die hier anwesend sind, bestätigen dies. Wir waren aber der Ansicht, daß man nach einer Tradition von 36 Jahren über derartige Dinge keine allgemeinen Beschlüsse zu fassen braucht (Zuruf eines Misrachisten.\ Es gibt eine Tradition von zweitausend Jahren und Ihr achtet sie nicht). Ich glaube, daß der Vorsitzende den Antrag, da er nur etwas für den Kongreß selbstverständliches besagt, zurückweisen sollte. JAKOB RADZYNSKI (Misr., Polen): Wir haben in der Kommission darauf hingewiesen, daß es keinen Beschluß eines Zionistenkongresses darüber gibt, daß die blauweiße Fahne die Fahne der jüdischen nationalen 'Renaissancebewegung ist. Dies gilt auch in Bezug auf die Hatikwa. Es müssen solche Erscheinungen aufhören, daß Zionisten die blauweiße Fahne nicht würdigen oder wenn man Hatikwa singt, sitzen bleiben (ELIESER KAPLAN: Wenn man sie zu Demonstrationen mißbraucht). Wir verlangen unbedingt, daß über unseren Vorschlag hier abgestimmt wird. Die Herren, die gegen die blauweiße Fahne und Hatikwa sind, sollen den Mut haben, dagegen zu stimmen (CHAIM SCHURER: Das ist eine Lüge, es gibt auf dem Kongreß keinen solchen). VORS. PRÄS. MOTZKIN: Es ist für mich eine selbstverständliche Sache, daß dies sowohl auf dem Zionistenkongreß als auch im Aktions^ komitee akzeptiert werden wird, es muß aber ein für allemal klar sein, daß solche Symbole, die eine Tradition von 36 Jahren hinter sich haben, nicht für einen parteipolitischen Kampf ausgenützt werden dürfen (Beifall). Ich werde es nicht zulassen, daß man dies für parteipolitische Zwecke benützt. Wir werden diesen Antrag aber der nächsten Sitzung des A.C. als wichtigen Vorschlag übergeben. SCHMUEL ZUCHOWIECKI (Rad., Erez Israel): Ich halte den Vorschlag des Vorsitzenden, so gut er auch gemeint ist, nicht für richtig. Die Sache ist zwar eine Selbstverständlichkeit, aber wenn sie schon aufgetaucht ist, soll man darüber abstimmen. Ich mache folgenden Vorschlag: Der Vorsitzende soll erklären, daß, da der Vorschlag eine Selbstverständlichkeit darstjellt, und wir alle dafür stimmen werden, eine Abstimmung eigentlich überflüssig erscheint; die blauweiße jüdische Fahne ist uns heilig und die nationale Hymne ist die Hatikwa. Dafür werden wir alle sein.

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