Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 474 (sequence 474)
- Language
- German, English, Hebrew
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474 jy, Kongreßsitzung: Bericht der Budgetkommission VORS. VIZEPRÄS. KAPLANSKY: Und nun zu den Minderheitsresolutionen. Ich bitte Herrn Ing. Landau, seine Resolutionen zurückzuziehen.Die Exekutive hat bei uns seit jeher das Recht, das Budget zu kürzen, wenn die Eingänge des Keren Hajessod hinter dem Voranschlag zurückbleiben. Da Ing. Landau nicht im Saal anwesend ist, frage ich, ob jemand seine Resolution unterstützt. (Rufe rechts: Jawohl!) Dr. ISRAEL WALDMANN (Rad., Weltw.): Ich stelle den Antrag, über den Vorschlag Landau zur Tagesordnung hinwegzugehen. Dieser Antrag wird mit großer Mehrheit angenommen. VORS. VIZEPRÄS. KAPLANSKY: Der Minderheitsantrag der Revisionisten enthält eine Reihe von Vorschlägen, die zum Teil durch die Annahme der Mehrheitsresolution erledigt sind. Da aber die revisionistischen Vorschläge einige Punkte enthalten, die sich mit dem Inhalt der Mehrheitsresolution nicht decken, bringe ich sie zur Abstimmung, und zwar nur Punkt i und 3, da Punkt 2 unterdessen zurückgezogen worden ist. Die revisionistischen Anträge werden abgelehnt. PRÄS. MOTZKIN (übernimmt den Vorsitz): Wir haben noch wichtige Teile unserer Arbeit vor uns. Dabei muß morgen, das heißt heute (es ist unterdessen halb 2 Uhr morgens geworden) vormittags eine Sitzung des neuen A.C. stattfinden, und zwar noch vor der Sitzung des Administrativ-Komitees der Jewish Agency, das unsere Beschlüsse zu bestätigen haben wird. Da wir daher unsere Arbeit so schnell wie möglich beenden müssen, kontingentieren wir die uns zur Verfügung stehende Zeit. Was der Kongreß bis dahin nicht erledigt haben wird, bleibt für das A.C. Nur eine Sache müssen wir hier erledigen: die Wahlen. Ohne eine neue Exekutive können wir nicht vom Kongreß gehen. Ich bitte daher den Permanenzausschuß, spätestens in einer Stunde uns die Liste der neuen Exekutive vorzulegen. Wir kommen jetzt zu den Resolutionen der KEREN-HAJESSOD-KOMMISSION. und ich erwarte, daß der Kongreß diese wichtigen Resolutionen emstimmig annehmen wird. Wir leben in einer schweren Zeit und es stehen uns noch schwere Zeiten bevor; das Judentum ist verarmt, und das bedeutet für alle Propagandisten und Werber eine sehr schwere Arbeit. Um so wichtiger sind die Beschlüsse, die in diesen Resolutionen zur Förderung der weiteren Arbeit gelegen sind. Ich mache den Vorschlag, diese Resolutionen en bloc anzunehmen. Sie lauten: In Anerkennung der für den Aufbau des Jüdischen Nationalen Heimes grundlegenden Funktion und Leistung des nationalen Kapitals und insbesondere des Keren Hajessod auf dem Gebiet der Einwanderung, der Siedlung in Stadt und Land, der Erziehung und des Gesundheitswesens, in Anerkennung des durch den Keren Hajessod erreichten Resultats, in der Erkenntnis, daß die Entwicklung Erez Israels und die Lage des jüdischen Volkes im allgemeinen eine außerordentliche Verstärkung der Arbeits- und Leistungs-