Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 470 (sequence 470)
- Language
- German, English, Hebrew
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470 ij, Kongreßsitzung: Bericht der Budgetkommission von drei bis fünf Personen ernennen wird, die der Exekutive einen großen Plan zur Konsolidierung ihrer Schulden vorbringen wird. Denn ohne diese Konsolidierung werden wir auch das geringe Budget nicht haben. Dieser Budgetentwurf wurde in der Kommission fast einstimmig, bloß gegen die Stimme des Vertreters der Revisionisten, angenommen. Ich schlage seine Annahme durch den Kongreß vor. RABBI MEIR BERLIN (Misr., Amerika): Ich glaube, daß wir alle uns schämen, daß wir zu einem solchen Budget gelangt sind. Es hat aber niemand das Recht, die Schuld für diese Lage auf irgendjemand zu schieben. Ich will nur über einen Punkt sprechen. Ich glaube, daß auch die Linken zugeben werden, daß die religiösen Zwecke nicht mit einem Betrag von 500 Pfund abgefertigt werden können. Es ist klar, welch große Bedeutung die religiösen Angelegenheiten für die Errichtung unserer Heimat haben. Auch der Betrag von 1000 Pfund ist ein geringer und erscheint mehr als Demonstration denn als angemessene Leistung. Aber der Betrag von 500 Pfund ist ganz und gar unannehmbar. Zwar wurden auch alle anderen Budgetposten reduziert. Aber dieser Budgetposten wurde um volle 50 Prozent reduziert. Ich will daher hoffen, daß auch die Linken unserem Antrag zustimmen werden, daß für religiöse Zwecke ein Betrag von 1000 Pfund bestimmt wird. EISIG BRUDNY (Arb., Erez Israel): Ich will zwei Bemerkungen machen. Erstens: der im Budget vorgeschlagene Betrag für religiöse Zwecke ist derselbe Betrag, der im vorigen Jahre für diese Zwecke ausgegeben wurde. Das haben wir in der Kommission von Herrn Farbstein erfahren. Es liegt hier also keine Reduktion vor, während man die anderen Budgetposten um 50 bis 60 Prozent reduziert hat. (RABBI BERLIN: Sind Sie sicher, daß der für religiöse Zwecke bewilligte Betrag auch zu 100 Prozent ausgezahlt werden wird?) Sicherheit besteht in Bezug auf keinen einzigen Posten. Eine zweite Bemerkung: Herr Farbstein hat für religiöse Zwecke 425 Pfund vorgeschlagen, die Kommission 500 (Hört, hört!). ING. NAFTALI LANDAU (Allg., Ostgalizien): Bekanntlich versucht die Exekutive, ihre Schulden zu konsolidieren und die Rückzahlungen auf mehrere Jahre zu verteilen. Wir wollen hoffen, daß es der Exekutive gelingen wird, dies zu erreichen. Es ist aber doch möglich, daß ihr dies nicht gelingt und daß die Exekutive die Abstattung mancher Schulden nicht wird hinausschieben können. Wir schlagen daher vor, daß der Exekutive das Recht erteilt werden soll, in einem solchen Falle das Budget zu kürzen. Zwar pflegte die Exekutive die Budgets in Notfällen selbst zu kürzen. Es wäre aber doch besser, wenn der Kongreß diesmal die Verantwortung zusammen mit der Exekutive trägt. BENJAMIN ARDITTI (Rev., Bulgarien): Ich weiß zwar ganz gut, daß die Vorschläge, die wir machen werden, auch nicht die geringste Aussicht haben, von Euch angenommen zu werden. Trotzdem halten wir es für notwendig, darauf hinzuweisen, daß die bestehenden