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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 403

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 403 (sequence 403)
Language
German, English, Hebrew
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403 Vierzehnte Kongreßsitzung. Donnerstag, 31. August 1933, abends. Beginn der Sitzung 22 Uhr. Vorsitz: Präs. Motzkin. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Ich darf wohl der Hoffnung Ausdruck geben, daß der Kongreß seine Arbeit nun in Harmonie zu Ende führen wird. Auf der Tagesordnung stehen die Anträge der Keren-Kayemeth- Kommission, die als erste von den Kommissionen ihre Arbeit beendet hat. BERICHT DER K.KX.-KOMMISSION. BERICHTERSTATTER Dr. LEO TANNENBAUM (Vorsitzender der K.K.L.-Kommission, Allg., Ostgalizien — spricht jüdisch): Die Keren- Kayemeth-Kommission hat die von unserem Altmeister Menachem Ussischkin dem Kongreß vorgelegten Vorschläge mit ganz kleinen Änderungen akzeptiert, daher kann ich mich darauf beschränken, zu der von Herrn Ussischkin in seinem Referat angeführten Motivierung nur einige kurze Bemerkungen vorzubringen. Die Tatsache, daß seit der Gründung des K.K.L. bloß 316.000 Dunam Boden gekauft worden sind und daß in den letzten zwei Jahren nicht mehr als 30.000 Dunam in das Eigentum des jüdischen Volkes übergegangen sind, zeigt, daß das jüdische Volk und die Zionistische Organisation diesem wichtigsten Fond nicht die Aufmerksamkeit schenkt, welche der K.K.L. und sein Zweck erheischt. Das jüdische Volk hatte in den 31 Jahren, seit der K.K.L. besteht, die Möglichkeit, Millionen von Dunam zu erwerben. Es hat sich aber keine Rechenschaft darüber gegeben, daß ohne Boden keine Heimstätte, noch weniger ein Judenstaat aufgebaut werden kann. Bedenken Sie, daß der K.K.L. bis heute kaum 1,1 Prozent des Gesamtbodens in Palästina besitzt, bedenken Sie, daß der K.K.L. fast über gar keine Bodenreserven verfügt, bedenken Sie gleichzeitig, daß tausende und abertausende Juden heute ins Land kommen möchten und der K.K.L. nicht imstande ist, ihren Bodenhunger zu stillen. Diesem Zustande muß so rasch als möglich ein Ende gemacht werden. In der Frage der Bodenbeschaffung für das nach Erez Israel drängende jüdische Volk müssen sich alle Parteien ohne Ausnahme von rechts über die Mitte bis nach links zu gemeinsamer intensiver Arbeit die Hände reichen. Das wichtigste Instrument des Aufbaues, der Keren Kayemeth Leisrael, soll und muß alle vereinigen, und in dieser Arbeit müssen alle sonstigen Mißverständnisse aufhören, wenn wir wollen, daß unser ganzes Aufbauwerk bestehen bleiben soll. Ohne Boden bleiben wir in der Luft hängen. Wir stellen mit Genugtuung fest, daß unsere Jugend einen großen, vielleicht den schwierigsten Teil der K.K.L.-Arbeit leistet. Diese Arbeit unserer jungen Freunde und Chawerim reicht aber nicht aus, um die großen Mittel aufzubringen, die nötig sind. Die älteren Zionisten müssen auch 26*

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