Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 281 (sequence 281)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sokolow 281 künstlerische Kraft in einer Reihe von Gemälden dokumentiert, die er in Palästina geschaffen hat. Ich erinnere an das Bild, welches die Eröffnung der Universität, jenes historische Ereignis, darstellte. Ein Volljude, ein begeisterter Zionist, sollte er, so wünschten wir, an die Spitze des Bezalel treten. Aber er starb uns hinweg, und wir betrauern ihn aus tiefem Herzen. Zwei von den Bilu, Benjamin Fuchs und Eliahu Siverdlow in Gedera sind von uns gegangen. Nun sind nur noch fünf von jenen ersten Pionieren am Leben. Möge Gott die Uebriggebliebenen lange am Leben erhalten! Im hohen Alter von 92 Jahren starb Israel Rokeach in New York, der für alle zionistischen Zwecke in Erez Israel reiche Spenden gab. Der bescheidene und ruhige Dr. Chissim, einer der Biluim, dessen ganzes Leben mit dem Jischuv verbunden war, ist nicht mehr. Lange Jahre hindurch hat er das Odessaer Komitee in Palästina vertreten und wirkte bis an sein Ende für Erez Israel. Frau Mirl Berlin, Mutter unseres Kollegen Rabbiner Meir Berlin, sowie die Mutter unseres Kollegen Mereminski Rachel Kaplan-Mereminski, sind von uns gegangen. Frau Berlin stammte von Gaonim ab. Ihr Vater war der Gaon Jechiel Michal Epstein, Leiter einer berühmten Jeschiva. Auch Frau Mereminski stammte aus einer angesehenen Rabbinerfamilie. Wir betrauern Frau Schoschana Buchmil, an die wir uns noch vom ersten Kongreß her erinnern. Während der ganzen Periode der Kongresse hat sie für den Zionismus gearbeitet und ist durch die ganze Welt gezogen, um für den Keren Kayemeth und den Keren Hajessod zu wirken. Ich traf sie in Rumänien, in Aegypten und in Amerika. Eine Frau voll Geist, voller Kraft, voll tiefer Erkenntnis des Zionismus, die auch gute praktische Arbeit in Erez Israel geleistet hat. Der Vater unseres Freundes Dr. Nahum Goldmann, L. Goldmann, einer der wenigen hebräischen Schriftsteller in Deutschland, hat uns für immer verlassen. Er träumte von Erez Israel. Sein Traum verwirklichte sich, aber er kam nicht nach Erez Israel, um dort zu leben, sondern um dort zu sterben. Wir betrauern unsere teure Batscheba Grabelski aus New York, die so unermüdlich für hebräische Literatur und lebendiges Hebräisch gewirkt hat, die nicht nur selbst hebräisch gelernt, sondern auch ein hebräisches Haus begründet hat. Sie hat für „Haschiloa" gearbeitet. Ihre Mission sah sie in der Verbreitung der hebräischen Sprache. Ich nenne die ehrwürdige Erscheinung von Dr. Alexander Fischer aus Transsylvanien, die herrliche Gestalt eines jüdischen Gelehrten, eines orthodoxen Rabbiners vom alten klassischen Schlage, und seinen Schwiegersohn Dr. Leopold Fischer, der unermüdlich für die Rechte der Juden in seinem Lande gekämpft hat. Ich erwähne ferner den talentvollen Schriftsteller, den literarischen Chaluz, der nicht seinesgleichen hat, Sch. Benzion Gutmann, den Stolz der Literaten in Tel Aviv. Er ist eingegangen in das Pantheon des jüdischen Geistes. Die hebräische Literatur verlor ferner: