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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 261

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 261 (sequence 261)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Rubaschow, Schecbtmann 261 geht nicht weiter um das Endziel, sondern um eine konkrete Aufgabe, die realisiert werden muß in absehbarer Zeit, um eine zeitlich begrenzte Aufgabe, die unser Geschlecht erfüllen muß. Der Kongreß muß heute die Losung vom Judenstaat proklamieren. Vor zwei Jahren ist der Kongreß darüber zur Tagesordnung übergegangen. Wir raten diesem Kongreß nicht, diese Prozedur zu wiederholen, sonst läuft er Gefahr, daß das jüdische Volk über einen solchen Kongreß zur Tagesordnung übergeht (Beifall). Wir warnen den Kongreß vor dieser Gefahr. Der XVIII. Kongreß hat gezeigt, daß er den Problemen des nationalen Lebens, und der Not des Volkes fremd gegenübersteht. Der beste Beweis ist, was vor einigen Tagen in diesem Saal geschah. Die gewaltige Mehrheit des Kongresses hat beschlossen, über alle unsere Vorschläge bezüglich der deutschen Juden, welche konkrete Probleme, konkrete Aufgaben und Kampfmittel behandelten, zur Tagesordnung überzugehen und hat eine wässerige, blasse, gewundene, künstlich frisierte Resolution angenommen, die nichts besagt, die von der ganzen Welt als Kapitulation vor den Drohungen des Dritten Reiches verstanden wurde, als vollständige Kapitulation in allen Methoden und Kampfmitteln gegenüber der jüdischen Lage in Deutschland. Die jüdische Welt wird diese Abstimmung abzuschätzen wissen. Sie wird es nie und nimmer verzeihen, daß der Kongreß, der in erster Linie zu kämpfen berufen wäre, den Kampf an Andere abgetreten hat, deren wir nicht sicher sind. Man hat sich die Sache leicht gemacht und den Weg des geringsten Widerstandes gewählt. Man hat hinter den Kulissen einen Kuhhandel geführt und es dem Kongreß unmöglich gemacht, die Sache klar und allseitig zu behandeln (VORS. PRÄS. MOTZKIN: Der Ausdruck „Kuhhandel" ist erstens nicht parlamentarisch, zweitens nicht richtig). Ich bin mit dem Vorsitzenden darin einverstanden, daß „Kuhhandel" kein parlamentarisches Wort ist. Aber es ist richtig, daß er hinter den Kulissen geführt wurde. Denn alle wissen, daß man mehrere Tage hindurch in der Kommission Verhandlungen geführt und nicht zugelassen hat, daß wir im Kongreß unseren Vorschlag begründen, der sich gründlich von jenem unterscheidet, welcher angenommen wurde. Das ist das Resultat der pathologischen Neigung, sich um jeden Preis den Wünschen der Machtfaktoren anzupassen, mit denen wir nichts zu tun haben. Es ist die Linie, welche sich systematisch bemüht, den Kräften nachzugeben, mit denen wir auf rein zionistischem oder auf allgemein jüdischem Gebiet zu kämpfen haben. Es ist nicht zum ersten Mal, daß wir auf rein zionistischem Gebiete diese Politik bekämpfen. Vor zwei Jahren haben die Vertreter der Revisionisten auf der Kongreßtribüne die Forderung erhoben, daß der Kongreß den MacDonald-Brief vom 13. Februar 1931 als Basis für Unterhandlungen unzweideutig ablehne. Mit allen Argumenten der Logik und der Tatsachen haben unsere Vertreter damals gekämpft. Der Kongreß hat mit Majorität beschlossen, daß man den MacDonald- Brief als Grundlage für weitere Verhandlungen mit der Mandatar-

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