Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 248 (sequence 248)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/3476254-3476290--8655-3484805- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
248 8. Kongreßsitzung: Wahl der Kommissionen städtische Kolonisation, Gesundheitswesen, Erziehungswesen und Arbeitsfragen, ferner als Subkommission der Landwirtschaftlichen Kommission eine Kommission für Bodenkauf einzusetzen, werden mit großer Stimmenmehrheit angenommen. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Es besteht noch ein Vorschlag, eine Kommission für die Resolutionsanträge des Keren Kayemeth zu wählen. ISRAEL MEREMINSKI: Ich schlage vor, daß eine Subkommission der Budget- und Wirtschaftskommission diese Fragen behandeln soll. VORS. PRÄS. MOTZKIN teilt mit, daß der Referent über den Keren Kayemeth eine besondere Kommission wünscht. Es wird beschlossen, den Vorschlag betreffend die Einsetzung einer K.K.L.-Kommission dem Präsidium zur Entscheidung zu übergeben. VORS. PRÄS. MOTZKIN: Das Präsidium wird dem Kongreß also über zwei Kommissionen, nämlich die Kommission für Kulturarbeit im Galuth und eine Kommission für den K.K.L. Vorschläge unterbreiten. ISRAEL MEREMINSKI: Wir pflegen immer auf den Kongressen eine Resolutionskommission zu wählen. Ist auf diesem Kongreß eine solche schon gewählt worden? VORS. PRÄS. MOTZKIN / schlägt vor, daß die Entscheidung über diese Frage dem Präsidium überlassen werde. Serach Wahrhaftig (Misr.) und Solomon Jacobi (Rev.) schlagen dagegen vor, daß dieser Gegenstand dem Permanenzausschuß übergeben werde. Mit Stimmenmehrheit wird beschlossen, die Frage der Wahl einer Resolutionskommission dem Präsidium vorzulegen. SECHARJA GLUSKA Jemenit) -protestiert dagegen, daß die Rechte der hebräischen S-prache auf dem Kongreß beeinträchtigt werden, und verlangt, daß alle Vorschläge hebräisch verlesen werden {Beifall). VORS. PRÄS. MOTZKIN erklärt, daß das Präsidium der hebräischen Frage durchaus positiv gegenüberstehe; es müsse allerdings zugegeben werden, daß Del. Gluska recht habe, da manchmal die Vorlesung von Anträgen in hebräischer Sprache übersehen wurde. MEIR GROSSMANN (demokr. Rev. — zur Geschäftsordnung): Wir haben gestern eine dringende Interpellation an die Exekutive gerichtet und um Antwort gebeten. Inzwischen sind in der englischen Presse Nachrichten über einen Vertrag zwischen Deutschland und den Zionisten erschienen — eine Sache, die den Engländern unverständlich ist. Wir verlangen von der Exekutive noch heute eine Antwort auf unsere dringende Anfrage. VORS. PRÄS. MOTZKIN: In den Paragraphen des Organisationsstatutes über Interpellationen steht nichts darüber, wann eine Interpellation als dringend zu betrachten ist.