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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 198

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 198 (sequence 198)
Language
German, English, Hebrew
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198 6. Kongreß Sitzung: Deutschland-Resolutionen neben dem Protest gegen die Geschehnisse in Deutschland folgende Forderungen zu erheben: 1. Der Kongreß erachtet es als Pflicht der gesamten zivilisierten Welt, vor allem auch des Völkerbundes, dem jüdischen Volk in seinem Kampf um die Wiedererlangung der Rechte der Juden in Deutschland zu helfen. Der Kongreß erwartet von den Völkern und Regierungen, daß sie alle Maßnahmen ergreifen werden, um den Juden Deutschlands die Einwanderung und die Schaffung von Existenzmöglichkeiten zu erleichtern. Der Kongreß erachtet es als die Pflicht der Mandatarmacht, die Tore Palästinas für die größtmögliche Einwanderung deutscher Juden zu öffnen, ihre Ansiedlung zu erleichtern und alles zu tun, damit das Jüdische Nationalheim, dessen Errichtung der Hauptinhalt des Mandates ist, im schnellsten Tempo und im größten Umfang aufgebaut wird, um so eine unerschütterliche Existenzgrundlage für das jüdische Volk zu schaffen, dessen Dasein seit Jahrhunderten nicht so gefährdet war wie heute. 3. Der Kongreß appelliert an die Öffentlichkeit der Welt, an alle Staaten, die ihre Solidarität mit dem Inhalt des Palästinamandats bekundet haben, und an den Völkerbund, der seine Durchführung zu überwachen hat, dem jüdischen Volke durch aktive Hilfe, vor allem in Form internationaler, politischer Kooperation in seinen Bemühungen um den Aufbau des Nationalheims beizustehen. B. MEHRHEITS-RESOLUTION 2. An das jüdische Volk. Im Hinblick auf die Katastrophe, die die Juden in Deutschland getroffen hat, hält es der XVIII. Zionistenkongreß für seine Pflicht, ein Wort der Mahnung und des Rufes an das jüdische Volk in seiner Gesamtheit zu richten. Noch niemals in der Geschichte des Zionismus hat sich die volle Richtigkeit der zionistischen Analyse der jüdischen Gesamtsituation und die Berechtigung der zionistischen Lösung der Judenfrage in solch tragischer und überzeugender Weise manifestiert. Die Geschehnisse in Deutschland besiegeln den endgültigen Zusammenbruch all jener Illusionen, die in der bürgerlichen Emanzipation allein oder gar in der gewollten Assimilation eine Lösung der Judenfrage erblickt haben, den Zusammenbruch aller Versuche, die Solidarität und das gemeinsame Schicksal des jüdischen Volkes zu leugnen. Die Katastrophe in Deutschland hat bewiesen, daß der Zionismus und das Jüdische Nationalheim in Palästina die einzige Lösung der Judenfrage ist. Das zionistische Ideal in allen seinen Auswirkungen gibt der jüdischen Gemeinschaft und jedem ihrer Mitglieder die innere Kraft und Fähigkeit, allen Angriffen auf ihre Ehre und Existenz Widerstand zu leisten. Kein anderes Land der Welt bietet heute auch nur in annähernd gleichem Maße Zuflucht und Existenzmöglichkeit für die Zehntausende verdrängter und entwurzelter Juden. In der Tragödie des deutschen Judentums gibt es nur einen Lichtblick: Erez Israel. Daher fordert der XVIII. Zionistenkongreß das jüdische Volk auf, über alle Parteigegensätze hinweg das Bewußtsein des gemeinsamen historischen Schicksals in sich neu zu erwecken und alle seine Energie, seine Fähigkeit, seine Mittel in den Dienst der Verwirklichung des zionistischen Endziels zu stellen. Der schnellste Aufbau des Nationalheimes ist die entscheidende Aufgabe dieser Generation. Vereint mit unserem Protest gegen das unsagbare Unrecht, das den Juden Deutschlands angetan wird, vereint mit unserem Gelöbnis, nicht zu ruhen, bis dieses Unrecht wieder gutgemacht ist, wird der entschlossene Wille des jüdischen Volkes zum Aufbau seines Nationalen Heimes und eine entscheidende Leistung als Bekundung dieses Willens den stärksten Beweis unserer nationalen Solidarität mit den Juden Deutschlands darstellen. C. ANTRAG DER REVISIONISTEN: 1. Der Kongreß erhebt feierlichen Protest gegen die allen Gesetzen der Gerechtigkeit und allen Geboten der menschlichen Gesittung zuwiderlaufende Entrechtung der jüdischen Bürger des Deutschen Reiches. Der Kongreß erklärt, daß die Tendenz des in Deutschland herrschenden politischen Systems auch die festesten Grundlagen der bürgerlichen Existenz aller Juden, wo

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