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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 134

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 134 (sequence 134)
Language
German, English, Hebrew
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134 ^. Kongreßsitzung: Referat über Palästinawirtschaft und Einordnung von jüdischen Arbeitern vollkommen unmöglich ist. Eine dritte Befürchtung war, daß die private Alija jenes in der jüdischen Gasse so gut bekannte Element der Luftmenschen ins Land bringen werde, die sich in den Städten ansammeln und ohne Grundlage einer materiellen Existenz in der Luft schweben. Diese Gefahr besteht zwar, aber nach gründlicher Prüfung erscheint sie sehr übertrieben. Ein großer Prozentsatz derer, die ins Land kommen, ist im weitesten Sinne des Wortes produktiv, und der Rest bemüht sich zum größten Teil mit allen Kräften, produktiv zu werden. Und noch etwas: es macht sich eine starke Neigung nicht nur der neuen Einwanderer, sondern auch jener, die sich schon in den Städten festgesetzt haben, geltend, sich mit dem Boden zu verbinden. Viele von ihnen sind Geschäftsbesitzer in Tel Aviv, deren höchstes Streben es ist, eine kleine Farm für sich und ihre Kinder zu erwerben. Zahlreich sind die Einwanderer aus den europäischen Ghettos, die ein starkes Verlangen nach Boden mitbringen. Auch die Seuche der Bodenspekulation ist ein Beweis für das Streben dieser Einwanderer, Wurzel zu schlagen in dem Boden der Heimat. Wir würden eine Sünde begehen, wenn wir der fünften Alija jede chaluzische Eigenschaft absprechen wollten. Viele von den Einwanderern zeigen in Wirklichkeit chaluzische Merkmale, nicht nur in der Schaffung neuer Industrien und anderer Werke unter schwierigen Bedingungen, sondern auch durch eine klare Tendenz, sich mit der Zeit auf dem Lande anzusiedeln. Uns Zionisten, der Jewish Agency, der Palästinaregierung obliegt die Pflicht, diese Tendenz zu verstehen und sie durch Erleichterung von Bodenerwerb und durch Organisierung der Ansiedler aller Kategorien auszunützen. Kandidaten sind genug da. Wir haben schon viel gehört von der Gefahr der Monokultur, angesichts des gewaltigen Unterschieds zwischen dem Umfang der Zitrus- Investitionen und dem anderer landwirtschaftlicher Kulturen. Auch unsere Exekutive hat schon mehrmals auf die Gefahr hingewiesen, die in diesem Mißverhältnis liegt. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß auch diese Gefahr leicht übertrieben werden kann. Schließlich ist Erez Israel nicht das einzige Land, das sich zum großen Teil auf ein Produkt und auf dessen Export stützt. Der Export der Orange ist 70 o/o vom allgemeinen Export Erez Israels. Auf Grund der Handelsstatistik gibt es noch andere Länder, die in derselben Weise oder noch mehr als Erez Israel von einem Wirtschaftszweig abhängen. Aegypten, unser Nachbar, ist von dem Ertrag der Baumwolle viel mehr abhängig, als wir von der Orange. Dort zog sich dieser Zustand jahrelang hin und doch ist Aegypten im allgemeinen ein blühendes Land. Dasselbe trifft auch für einige britische Kolonien zu, ebenso für manche südamerikanische Länder, besonders für Länder überhaupt, die bisher ihre Tätigkeit noch nicht vielförmig zu gestalten und ihre Industrie zu entwickeln vermochten. Noch ein Beispiel: Eine Ländergruppe in den Vereinigten Staaten, bekannt unter dem Namen Neu-England, war am Beginn ihrer Entwicklung so sehr von der Fischerei abhängig, daß der „heilige Fisch" zum Symbol ihrer Blüte wurde, und sein Ab-

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