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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1934-01-01 · 18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933 · p. Seite 126

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
18 (1934) Prag, 21. August bis 4. September 1933
Date
1934-01-01
Page
Seite 126 (sequence 126)
Language
German, English, Hebrew
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126 4. Kofigreßsitzung: Wahl des Präsidiums VORS. PRÄS. SOKOLOW: Ich bitte die Galerie und auch die Delegierten, sich aller Beifallsdemonstrationen zu enthalten, da dies nur stört und wir vor einer ungemein wichtigen Aufgabe stehen, die volle Konzentration verlangt. Ich bitte daher, Beifallskundgebungen zu unterlassen, da das Präsidium sonst' zu schärferen Maßnahmen greifen müßte. SCHMUEL ZUCHOWIECKI (Rad., Erez Israel — spricht hebräisch): Wir sind damit einverstanden, daß das Präsidium aus acht Mitgliedern besteht und einigen uns auch auf die Person des Vorsitzenden Motzkin. Wir schlagen vor, daß die übrigen sieben Mitglieder des Präsidiums persönlich gewählt werden sollen. Als Vertreter unserer Gruppe schlagen wir Ihnen Jizchak Grünbaum vor. MEIR GROSSMANN (Demokr. Rev., A.C. — spricht jüdisch): Im Namen der Demokratischen Revisionisten habe ich zu erklären: Es geschieht zum ersten Mal, daß die Frage des Präsidiums im Plenum des Kongresses behandelt wird. Es ist für uns klar, daß es sich hier nicht um eine technische, sondern um eine politische Frage handelt. Es ist kein Geheimnis, daß auf den Sitzungen des Aktionskomitees der Versuch gemacht wurde, eine Fraktion aus dem Kongreßpräsidium auszuschließen. Der jetzige Vorschlag, die Mitglieder des Präsidiums persönlich zu wählen, ist ein VerzweiflungsVorschlag, ein Versuch, dasselbe Ziel auf einem anderen Wege zu erreichen. Wir sehen in dieser Handlung einen Bruch der Tradition des Kongresses, ein Unrecht und einen Verstoß gegen die Grundlagen der demokratischen Vertretung unserer zionistischen Welt (Heiterkeit links). Meine Herren, Ihr habt keine Mehrheit und wollt schon die demokratischen Prinzipien des Zionismus brechen. Auf 17 Kongressen wurde das Präsidium auf andere Weise als Ihr es jetzt wollt, gewählt, und Ihr bringt jetzt einen neuen Modus her. (Zwischenruf: Ihr ^selbst habt es dazu gebracht!) Wir drücken unseren Protest aus gegen diesen Versuch, die jüdische Oeffentlichkeit zu täuschen, und werden uns an den Wahlen nicht beteiligen. Wir erklären, daß wir unter normalen Umständen bei jeder Gelegenheit für die Person des alten und beliebten Vorsitzenden Motzkin gestimmt hätten, unter diesen Umständen aber werden wir uns an der Wahl nicht beteiligen und protestieren von dieser Tribüne gegen den Versuch von Diktatur und Ultimatum auf diesem Kongreß (Lebhafter Beifall rechts). Dr. JOSEF SCHECHTMANN (Rev., Südafrika — spricht jüdisch): Wir verlangen vor allem eine Abstimmung über den Vorschlag des Misrachi, damit prinzipiell entschieden werde, daß alle Fraktionen im Präsidium vertreten sein müssen. Dieser Vorschlag entspricht der Tradition der Kongresse, wonach es für alle klar ist, daß das Präsidium die Zusammensetzung des Kongresses abspiegeln müsse. Wir fordern das nicht wegen des Friedens, sondern wegen der Korrektheit (Stürmische Zwischenrufe). Wir sind die Vertreter einer halben Million Juden. Es ist ein schweres Unrecht, daß man ein Präsidium schaffen

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